Archiv für den Monat: März 2013

Bald kommen die Pollen zurück

Noch ist Pfullendorf weiß in Schnee eingebettet, ein Ostwind pfeift und man hat das Gefühl Weihnachten kommt bald. Zum Glück gibt es einen Kalender und der besagt, dass längst Frühling ist. “Es kann nur besser werden” sagten viele Eltern in den letzten Tagen. Und so wird bald der Frühling da sein.

Und mit ihm die Pollen. Nach solchen kalten Wintern geht es erfahrungsgemäß Schlag auf Schlag. Die Haselpollen werden die ersten sein, aber die Birkenpollen – an denen deutlich mehr leiden – werden schnell folgen.Deswegen sollten sich Allergiker bereits auf diese Zeit vorbereiten und ggf.Medikamente bereit halten. Alle Antiallergika (wie z.B. Cetirizin, Loratadin) zeigen eine deutlich bessere Wirkung, wenn sie bereits vor Auftreten der Symptome eingesetzt werden. Wenn also in Freiburg die ersten Pollen fliegen, sollten die Pfullendorfer mit der Therapie starten.

 

Was geht rum? 24. März 2013

Die Grippewelle ist definitiv abgeklungen. In der letzten Woche sahen wir eine fragliche Neuerkrankung.

Weiterhin erkranken viele Kinder und Jugendliche an dem Racheninfekt der letzten 10 Tage, der bei den Klein- und jungen Schulkindern oft mit einer Mittelohrentzündung verbunden ist. Ganz vereinzelt Streptokokkenerkrankungen (Scharlach).

Jetzt beginnt die Zeit der Früh-Sommer-Meningo-Encephalitis (FSME). Alle, die gegen diese Erkrankung geschützt sein wollen, sollten den Impfausweis überprüfen. Wer noch nicht geimpft ist kann jetzt noch geimpft werden. In der Regel ist die Impfung für Jugendliche sinnvoller als für kleinere Kinder.

Praxis arbeitet eingleisig

In den kommenden arbeitet die Praxis teilweise eingleisig. Das bedeutet, daß entweder Dr. Niethammer oder Dr. Wolff nicht da sind. Die Praxis wird jedoch an allen Werktagen besetzt sein und teilweise auch an den Wochenend- und Feiertagen.

Bitte haben Sie Verständnis, dass in Anbetracht der enormen und lang andauernden Infektwelle manche Termine zurückstehen müssen. Akut kranke Kinder und Jugendliche – und davon gibt es immer noch sehr viele – müssen auch akut untersucht werden.

 

Was-geht-rum? 16-März-2013

In der letzten Woche sind haben die Mittelohrentzündungen rasant in dem Maße zugenommen, wie die Influenza (Grippe) abgenommen hat. Die Häufigkeit an Infekten ist in etwa gleich geblieben.

Es waren alle Altersgruppen betroffen und viele der Mittelohrentzündungen traten schlagartig auf. Der Anteil eitriger Entzündungen war sehr hoch, so daß etwa 50% eine antibiotische Behandlung benötigten (besonders die Kleinstkinder).

Ohrschmerzen sollten immer ärztlich untersucht werden. Manche Kinder klagen nur wenig und haben Befunde, die – sofern unbehandelt – langfristig dem Gehör Schaden zufügen können. Andere Schmerzen strahlen nur in den Ohrbereich und es liegt keine Mittelohrentzündung vor.

Meist ist eine Untersuchung nach 24 – 36 Stunden günstig, um den Befund sicher einschätzen zu können.

… noch immer viele Infekte

Die Infektwelle dauert nunmehr im oberen Linzgau schon mehr als 8 Wochen an. Das ist außergewöhnlich, zumal die Erkrankungshäufigkeit insgesamt sehr hoch ist.

Die Neuerkrankungen an Influenza, der echten Grippe, gehen endlich spürbar zurück. Viele Erkrankte sind aber noch abgeschlagen und brauchen eine lange Erholungszeit. Das trifft insbesondere Jugendliche, die teilweise 3 – 4 Wochen benötigen bis sie wieder so fit sind wie vor der Infektion.

In dieser Woche zeigen sich gehäuft “einfache” Racheninfekte mit Mittelohrentzündungen. Letztere sind in vielen Fällen eitrig. Ob ein Antibiotikum erforderlich ist kann nur durch die Kenntnis des Verlaufs und der klinischen Untersuchung entschieden werden. Bei Ohrschmerzen empfiehlt sich die großzügige Gabe von Schmerzmitteln und eine Untersuchung idealerweise nach etwa 24 Stunden. Vorher ist der Befund vom Arzt kaum sicher zu bewerten.

Ein kleiner Trost für alle, die den Kinderarzt brauchen: am Samstag hat Dr. Niethammer, am Sonntag Dr. Wolff Dienst. Für Pfullendorfer Patienten ist die Anfahrt zum Arzt also auch bei Schneefall kein Problem.

Wie draußen in der Natur, so scheint auch in Bezug auf die schlimme Infektwelle des Jahres 2013 die Sonne wieder aufzugehen.

Dr. Wolff in Urlaub

Seit dieser Woche ist Dr. Wolff im Urlaub, der bis zum 12. März andauern wird. Ich hoffe, dass die Sonnenstrahlen in Deutschland die enorme Infektwelle dieses Winters vertreiben wird.