Archiv für den Monat: Mai 2013

Dr. Wolff wegen Studienarbeit verreist

Ab dem 14. Mai bis zum 5. Juni 2013 werde ich nicht in der Praxis arbeiten. In dieser Zeit vertritt mich, wie bereits im letzten praxisblättle angekündigt Frau Dr. H. Wagner in der Praxis.

Ich selbst werde die MAKI-Studie in Madagaskar leiten. Bei dieser Studie werden wir in Zusammenarbeit mit Frau Prof. Dr. Erika von Mutius von der Kinderklinik in München und Frau Prof. Dr. Annick Robinson, der Leiterin der Universitätskinderklinik in Antananarivo, etwa 200 Kinder auf dem Lande auf die Häufigkeit von Asthma bronchiale und Allergien hin untersuchen. Diese Studie ist eine besondere Herausforderung. Zum einen liegen zu diesem Thema wissenschaftlich keine Daten vor; wir bewegen uns also auf Neuland. Zum anderen findet die Studie auf dem Lande statt, wo es weder Elektrizität noch ein Mobilfunknetz gibt. Es waren also umfangreiche Vorbereitungen erforderlich, um alles Material vor Ort zu haben. Angefangen von einem Generator bis hin zu Allergenlösungen und den Fragebögen.

Das nächste praxisblättle erscheint wieder am 6. Juni 2013. 

Ich wünsche allen einen baldigen und sonnigen Frühling!

 

Vertretung durch Frau Dr. H. Wagner

Frau Dr. H. Wagner

Ab morgen wird Dr. Wolff für 3 Wochen zur Durchführung einer Studie nicht in der Praxis sein. In dieser Zeit vertritt ihn Frau Dr. H. Wagner, eine Kinderärztin mit enormer Praxiserfahrung. Einige Eltern und Kinder konnten ihre Kompetenz und ihr warmherziges Wesen inzwischen bereits kennenlernen.

 

 

Was geht rum? 12. Mai 2013

Birkenpolle

In der letzten Woche haben die Infekte wieder leicht zugelegt. Der Infektkrupp der Woche zuvor trat nicht mehr auf, aber viele Infekte der Atemwege, teils mit Mittelohrentzündung oder Bronchopneumonie (Lungenentzündung).

Temperaturbedingt hielten sich die allergisch ausgelösten Beschwerden noch sehr zurück. Wie es scheint, wird sich daran in den kommenden Tagen nicht viel ändern. Die Kälte soll sich laut den neuesten meteorologischen Voraussagen nicht entscheidend zurückziehen. Die Masse der Birkenpollen bleibt vermutlich bis auf den wärmeren Dienstag noch in Wartestellung.

Engpass bei Babynahrung

In den letzten Wochen hatten manche Eltern Probleme die gewünschte Babynahrung in der Region  oberer Linzgau zu erhalten. Dies betraf besonders Produkte der Milupa GmbH, die zum französischen Konzern Danone gehört mit den Marken Milumil© und Aptamil©.

Grund dafür – so berichtete das Handelsblatt bereits am 18. April 2013 – sind Lieferengpässe der Firma, die sich bereits Ende 2012 abzeichneten. Man vermutet, dass dahinter Privatleute und Kleinunternehmen stecken, die regional Babynahrung aufkaufen, um sie mit Gewinn nach China zu veräußern. In China gilt deutsche Babynahrung laut Milupa-Unternehmenssprecher Stefan Stohl als “besonders vertrauenswürdig”. Dies geht auf einen Skandal mit chinesischer Babynahrung im Jahre 2008 zurück, als über 300.000 Kinder erkrankten. Reiche Eltern in China gönnen ihren Kindern also deutsche Babynahrung.

Bei Milupa ist man dabei eine weitere Produktionslinie aufzubauen, so dass nach Informationen des Handelsblattes der Engpass bald behoben sein sollte.

Für den Moment rate ich allen Eltern sich einen Vorrat für etwa 1- 2 Wochen zuzulegen. Das dürfte reichen, um die zumeist kurzfristigen Lieferschwierigkeiten abzufedern.

Was-geht-rum? 04. Mai 2013

Vom Infektkrupp war schon Mitte der Woche hier ein Beitrag zu lesen. Er tritt weiterhin auf, aber seltener. der Höhepunkt war zwischen Dienstag und Donnerstag der letzten Woche.

Die Erkrankungen mit Durchfall haben zugenommen, Rotaviren scheinen die wesentlichen Erreger zu sein. Erbrechen ist meist nur in den ersten Stunden zu beobachten, die Bauchbeschwerden halten gerne einige Tage an. Im Zweifelsfall ist eine Untersuchung sinnvoll, um Erkrankungen wie die akute Appendizitis (“Blinddarmentzündung”) auszuschließen. Wie die nebenstehende Graphik aus Canada zeigt, ist die Häufigkeit der Rotaviruserkrankungen in den Frühlingsmonaten schon immer am höchsten. Vor der Umsetzung der Rotavirusimpfung sind die Erkrankungen (blaue Linie) deutlich häufiger als danach (rote Linie). Da sich bei uns die Rotavirusimpfung erst langsam durchsetzt, müssen wir noch von höheren Infektionszahlen ausgehen.

Am kommenden Montag wird Frau Dr. Helga Wagner in der Praxis mitarbeiten. Sie ist eine erfahrene Kinderärztin, die bis vor wenigen Jahren eine eigene große Praxis hatte. Ab Mitte Mai wird sie Dr. Wolff für 3 Wochen in der Praxis vertreten.

aktuell: Infektkrupp

Seit einigen Tagen nehmen Erkrankungen an “Krupphusten” deutlich an Häufigkeit zu. Dieser Krupp, wie er oft vereinfachend genannt wird, ist meistens durch Viren ausgelöst und betrifft eine Gruppe von Kindern, die eine gewissen Neigung hierfür haben und bis zur Pubertät öfter davon betroffen sein können. Das Wetter spielt meist auch eine Rolle, das momentane Wetter ist jedoch untypisch. Der Krupp tritt vorwiegend im Herbst auf.

Das Problem beim Krupp ist eine Entzündung und Schwellung unterhalb der Stimmbänder. Diese sind meist auch betroffen, so dass viele Kinder heiser sind und wegen der Schmerzen auch eher wenig reden (oder Schreien!). Die Schwellung in der Luftröhre führt zu einer Enge der Einatmung (“inspiratorischer Stridor”), der in Einzelfällen erheblich sein kann und zu Atemnot führt.

Günstig ist feucht-warme Luft, die wir im Moment sogar draußen haben, Schmerzbekämpfung und Beruhigung der Kinder. Hilfreiche Medikamente gibt es kaum. Bei schwerer Atemnot sollte Cortison eingesetzt werden, das zu einer Abschwellung der Schleimhäute innert 30 min führt. Aus praktischen Gründen eignen sich bei Kindern hierfür ein Saft (z.B. Celestamine©) oder Zäpfchen (z.B. Rectodelt©). Letztere Medikamente sollten mit Vorsicht eingesetzt, aber bei allen Kruppkindern vorgehalten werden.