Archiv für den Monat: Juli 2015

Impfung und Angst

In brand eins Wissen (Ausgabe 03/0) beleuchtet Bernhard Bartsch das Thema Impfungen und warum die Kluft zwischen Impfbefürwortern und Impfgegnern so groß ist. Im Folgenden finden sie den letzten Teil dieser Abhandlung die klar macht, dass es um viel Psycholologie geht. 

Die Ironie ist verständlich, dürfte allerdings kaum dazu geeignet sein, Impfskeptiker auf die andere Seite zu ziehen. Denn die Diskussion wird nicht nur in der Arena wissenschaftlicher Argumente ausgetragen, sondern auch im Unterbewusstsein. Dort entfalten die Warnungen der Kritiker starke Wirkung, wie Cornelia Betsch, Expertin für empirische Verhaltensforschung an der Universität Erfurt, herausgefunden hat.

In einem Experiment untersuchte die Wissenschaftlerin, wie Frauen auf Impfkontroversen im Internet reagieren. Zunächst wurde den Testpersonen eine Impfwerbung vorgespielt, angelehnt an die Kampagnen der Gesundheitsbehörden. Einigen Müttern wurde dabei ein sogenannter Furcht­appell gezeigt („Masern können zu geistiger Behinderung führen!“), anderen eine Präventionsaufforderung („Kommen Sie den Masern zuvor!“).

Im Anschluss sollten sich die Mütter vorstellen, im Netz um Rat bei der Impfentscheidung für ihre Kinder zu fragen.

In einem simulierten Onlineforum wurden ihnen zehn Antworten zugespielt. Sieben berichteten von einem problem­losen Impfverlauf, drei von mittelschweren Komplikationen wie Diabetes. Das Experiment dauerte zehn Minuten, und als die Testmütter anschließend nach ihrer Einstellung befragt wurden, war das Bedrohungsgefühl durch Impfungen deutlich gestiegen. Die Angst, das Kind könne im Fall der Nicht­impfung an Masern erkranken, hatte hingegen nicht zugenommen. Im Gegenteil: Die Warnung, Masern könnten zu geistiger Behinderung führen, erhöhte sogar das wahrgenommene Impfrisiko.

Betsch führt dies auf eine „Quellenkonfusion“ zurück: Die Information hinterlässt ein negatives Gefühl, dessen Herkunft nicht mehr verortet wird. Und weil Menschen außerdem grundsätzlich mehr Angst haben, etwas Falsches zu tun, als etwas Richtiges zu unterlassen, wird das Risikoempfinden eher auf die Impfung übertragen als auf die damit verhin­derte Krankheit.

Entscheiden über die Ausrottung von Krankheiten wie Masern am Ende also nicht Vernunft und Medizin, sondern die menschliche Psyche, die Impfrisiken im Zweifel höher einschätzt als Erkrankungsrisiken? Wissenschaftlich gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, an Masern zu erkranken und eine Hirnentzündung zu bekommen, tausendmal größer als das Risiko, einen Impfschaden zu erleiden. Doch der Mensch ist, wie er ist. Und deshalb wird die WHO ihr Ziel, die Masern 2015 für besiegt zu erklären, nicht erreichen.

Kindergarten – Ende eines Paradieses

Mein Kindergarten erscheint mir heute wie ein Paradies. Vermutlich war es es nicht ganz – das Alter lässt bekanntlich die Vergangenheit immer im Sonnenlicht scheinen und vergisst Hässliches.

Was ist heute los? Interessant ist bereits, die Einträge über das Wort Kindergarten – so heißt er ja auch im Amerikanischen – auf Wikipedia zu lesen. In der deutschen Sektion heißt es hier, dass Kindergarten “immer häufiger auch als Sammelbegriff für alle Einrichtungen der Kindertagesbetreuung” benutzt werde. Auf der englischsprachigen Seite hingegen, wird im ersten Satz die Intention dieses Kindergartens beschrieben:  ”is a preschool educational approach traditionally based on playing, singing, practical activities such as drawing, and social interaction as part of the transition from home to school“. Was also im Englischen noch ein Erziehungsansatz auf dem Weg zur Schule ist, ist bei uns schon zu Betreuung degradiert. Bei uns geht es mehr darum, Kinder über den Tag hinwegzubringen. Deswegen wird auch das Wort “Kind” immer mehr zurückgedrängt und beispielsweise durch die Vokabel Familienzentrum ersetzt. Auf der englischen Wikipedia-Seite sind 39 Länder aufgeführt, in denen es den Kindergarten gibt. Bleibt zu hoffen, dass wenigstens sie diesen Begriff erhalten und weiter pflegen, so wie er ursprünglich angedacht war.

Der Ursprung eines Kindergartens liegt vermutlich in Straßburg, wo 1779 die erste Institution eingerichtet wurde, die sich um Kinder bemühte, die tagsüber nicht anders betreut werden konnten. Die Idee, das sich Kinder “in einem Garten unter dem Segen des Himmels und der Pflege des Gärtners” entwickeln könnten kam im Jahre 1840 Friedrich Fröbel (siehe Bild; Quelle: en.wikidepia.org) aus Bad Blankenburg: er schuf das Wort Kindergarten.

Für mich löst die Erinnerung an den Kindergarten bis heute Glücksgefühle aus. Ich glaube, das hängt auch mit dem “garten” zusammen. Schon immer machte es mir Spaß Pflanzen gedeihen zu sehen, angefangen von meiner ersten (Mini-) Erdbeerplantage am Kaiserstuhl im Alter von 10 Jahren bis zum Gedeihen eines Frangipani heute. Ich denke Eltern sollten für ihre Kinder den Rahmen schaffen, auch in einem solchen Garten gedeihen zu dürfen unter der liebevollen Pflege von Menschen, denen Liebe wichtiger ist als Förderung – was meist mit viel Fordern verbunden ist. Nebenbei: Förderung findet ohnehin permanent statt, ohne dass das Wort aufgerufen wird.

Ich finde es jedenfalls toll, dass es den Wald- und Wiesenkindergarten inzwischen gibt. Da ist dann sogar noch die Nähe zur Natur dabei. Auch wenn’s mal regnen sollte.

Was geht rum? 25. Juli 2015

In dieser Woche hat sich die relativ hohe Zahl an Infektionen fortgesetzt. Trotz teils schwüler Hitze hatten einige Kinder hochfieberhafte Infektionen mit Mittelohrentzündungen, andere quälten sich mit Beschwerden einer Sommergrippe. Die Zahl der Magen-Darm-Infektionen ging jedoch zurück.

Scharlach trat nur zweimal auf. Hingegen spielen vereinzelt Kopfläuse wieder eine Rolle.

Sehr erfreut sind wir über die geringe Zahl an Verletzungen und insbesondere darüber, dass keine Verbrennungen bislang auftraten. Schön für die Kinder, wenn es der Umgebung gelingt, solch üble Schäden von Kindern fernzuhalten.

Mal sehen, wie die Hitzebelastungen der kommenden Woche sein werden. Aileen hat uns in ihrem Bild nochmal schön gezeigt, wie wir um den heißen Planeten kreisen. Und die meisten wünschen sich, dass er uns auch zeigt, welche Energie er hat. Die allermeisten Kinder und Eltern lieben das heiße Wetter!

 

Ambrosiaallergien

In den letzten Jahren hat sich eine Pflanzenart in Europa zunehmend ausgebreitet, die vermutlich im kommenden Jahrzehnt auch in Bezug auf Allergien ein enorme Bedeutung bekommen wird: Ambrosia artemisiifolia. Bei uns wird es “Traubenkraut” genannt, in den USA “ragweed”. Dort ist die “ragweed”-Allergie schon heute ebenso bedeutsam wie die Gräserpollenallergie.

Die echte Ambrosia – also das o.g. Traubenkraut – zeigt eine Kreuzallergie zum Artemisia vulgaris, unserem Beifuß. Damit trifft Ambrosia in Deutschland schon auf eine große Gruppe von Menschen, die bei Kontakt mit dem neuen Allergen sofort allergisch reagieren könnten. Die Periode des Pollenflugs von Traubenkraut (siehe Tabelle der FU Berlin) beginnt bezogen auf die Region Berlin etwa Mitte Juli und kann bis Mitte November reichen. Damit dürfte auch in unserer Region künftig die pollenfreie Zeit im Jahr von zwei Monaten auf nur einen Monat schrumpfen, bevor anfangs Januar die Haselpollen den Allergikern zusetzen.

Bedeutsam ist Ambrosia auch deswegen, weil hier bereits 10 Pollen/m³ ausreichen um Beschwerden hervorzurufen, während es bei Birke beispielsweise mindestens 30 Pollen/m³ sein müssen. Ob der Versuch gelingt Ambrosia zu bekämpfen wird sich zeigen. Der Transport der Samen geht oft über verunreinigtes Vogelfutter und den Transport von Erde (z.B. im Profil von Autoreifen) aus befallenen Regionen. Frankreich, Italien (Po-Ebene) und Ungarn zeigen schon eine hohe Besiedlung. Deutschland und die Schweiz sind noch wenig betroffen.

Bessere Luft, weniger Asthma

Wer geht schon gerne zum TÜV? Gerade bei älteren Fahrzeugen kann das manchmal mühsam sein, wenn die Abgaswerte nur knapp erreicht werden. Klar ist aber auch: es ist für uns alle angenehmer im Straßenverkehr seit die Schadstoffbelastungen geprüft werden. Autos, die Rauchschwaden hinter sich lassen sind eine Seltenheit geworden (im Bild: Sonntagsausfahrt auf einem Lastwagen bei Kinshasa, Congo). Auch die Gerüche von Autoabgasen sind in Deutschland deutlich weniger.

Und offensichtlich hat dies auch messbare Auswirkungen auf die Gesundheit. Im renommierten New England Journal of Medicine berichten WJ Gauderman und Mitarbeiter  (siehe hierzu die Kurzversion von Gauderman et al) von einer Studie, die sich auf Daten in Kalifornien beziehen. Dort wurden die jährliche Messungen der Lungenfunktion von 2120 Kindern über die Zeiträume 1994-1998, 1997 – 2001 und 2007-2011 durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass sich parallel zu den geringeren Schadstoffwerten die Lungenfunktion bei Kindern signifikant verbesserte. Die Erfolge zeigten sich sowohl bei gesunden Kindern wie bei denen mit Asthma.

Was geht rum? 18. Juli 2015

Der Trend der letzten Wochen setzte sich fort. Weiterhin sehen wir insgesamt wenig Kinder und Jugendliche, die an Infektionen erkrankt sind. Bei den Infektion stehen erstaunlicherweise Racheninfekte mit Mittelohrentzündung auf Platz 1, gefolgt von einer “Sommergrippe” (medizinisch: Herpangina).

Die Magen-Darm-Infektionen sind wieder leicht rückläufig.

Kinderkrankheiten gibt es nicht, jedoch ganz vereinzelt Erkrankungen an Streptokokkenangina.

Die Zahl der hitzebedingten Verletzungen ist ebenfalls erfreulich gering. Es bleibt zu hoffen, dass es in diesem Jahr möglichst keine Verbrennung am Grill geben wird.

Ansonsten genießen Sie den herrlichen Hochsommer wie der Jungen aus Sambava (Madagaskar), der sich zur Abkühlung in die Fluten stürzt. Ein Baggersee, ein Freibad oder das Plantschbecken im Garten sind auch sehr hilfreich.

 

In der Spitze wird es eng

Kürzlich war im Südkurier von der “Spitzenmedizin in der Region” die Rede. Seit an Seit fanden sich neben der Werbung der betreffenden Kliniken gleich ein von der Redaktion geschriebener Artikel, der das Loblied der bezahlten Anzeige nochmals sang. Spitzenmedizin braucht keine Loblieder. Schon gar nicht Werbung. Sie überzeugt durch sich alleine.

In den ärztlichen Medien steht immer wieder “Medizin auf höchstem Niveau”. Aber nie ist dabei erwähnt, was das sein soll. Hört sich halt gut an. Was Kranke oder Hilfesuchende aber brauchen ist ein gut gebildeter und menschlich warmer ärztlicher Partner.

Oder Familienzentrum. Alle sind heute im Zentrum. Aber wo ist dann das Zentrum? In den letzten Jahren wurde immer wieder beteuert, dass alles für das Wohl der Kinder getan würde. Gleichzeitig werden aus den Kindergärtnerinnen Erzieherinnen und aus dem Kindergarten wird das Familienzentrum. Wo bleibt also das “Kind”?

Bleiben wir auf dem Boden. Wir können durchaus manchmal auf die Spitze klettern und schauen, was auf dem Boden passiert. Aber in der Spitze zu bleiben ist sehr einsam und nicht so gut, wie es der Begriff uns nahelegt.

Übergewicht: wehret den Anfängen!

Seit Jahrzehnten ahnten wir es, nun ist es soweit. Übergewicht bekommt in Deutschland zunehmend die Bedeutung wie in den USA. Dort hat dieses Problem in den 1960ger Jahren begonnen, parallel auch die massive Zunahme von Asthma bronchiale. Deswegen wird auch bis heute diskutiert, warum diese beiden Krankheiten ihren Anstieg gemeinsam erlebten. Vermutlich ist des die mangelnde Bewegung, die das Risiko für beide Probleme steigert.

In meiner Kindheit, die vor dem Jahre 1960 begann, drängten wir Kinder nach der Schule darauf, schnell mit den Hausaufgaben fertig zu werden und raus zu gehen. Danach hatten wir alle Freiheit uns zu bewegen, solange wir um 18 Uhr mit dem Schlagen der Uhr des Stadttores wieder zuhause waren. Wohin wir gingen, was wir anstellten oder auch nicht hat niemanden besorgt. Für Kinder heute unvorstellbar. Bei all diesen Aktionen haben wir Kalorien verbrannt. Nach Essen hat uns nachmittags nie verlangt. Wir spielten, rannten und hatten viel Spaß. Nebenbei: es gab ohnehin nur Grundprodukte zum Essen. Joghurt war Luxus, Schokolade sahen wir zu Weihnachten und Ostern, Chips kannten wir nicht.

Heute haben Eltern normalgewichtiger Babys Sorge, ihre Kinder seinen zu dünn und müssten doch mehr essen. Wer immer das ihnen einredet oder Eltern dazu verführt Kinder zu stopfen (wie zum Beispiel den Löffel in den Mund zu stecken, während ein Kind staunend mit offenem Mund zum Fenster raus schaut), der trägt schon früh dazu bei, dass Essen einen Stellenwert bekommt, der nicht sinnvoll ist. Essen ist so billig wie nie in Europa und überall frei verfügbar. Wir müssten den Kindern am eigenen Beispiel zeigen, dass essen ein sehr sinnliches und angenehmes Ereignis sein kann. Aber es muss nicht ständig stattfinden.

Das gemeinsame Mahl am Tisch hingegen wäre wichtig. Das gibt es bis heute in fast allen Kulturen. Wir sollten es beibehalten so gut es geht.

“Es regnet. Fahrt Ihr mich in die Schule?” Im besten Fall hätte diese Frage in meiner Kindheit Staunen hervorgerufen. In die Schule gebracht zu werden war irgendwie abartig. Heute zeigen Studien, dass Übergewicht ganz eng verbunden ist mit der Tatsache, ob Kinder mit dem Fahrzeug zur Schule oder zum Kindergarten gebracht werden. Das sehen übrigens auch viele Eltern, aber sie handeln anders. Ausdruck dieses kollektiven Fehlverhaltens ist beispielsweise der riesige Parkplatz am “Familienzentrum Neidling” in Pfullendorf (siehe nebenstehendes Bild). Nun fördern wir also noch mit staatlichen Geldern Parkplätze, laden Eltern dazu ein die ihre Kinder mit dem Auto zu bringen und fördern damit das Übergewicht. Adipositasprogramme versuchen später, dies wieder umzukehren. Dabei ist Pfullendorf so groß, dass jedes Kind jeden Ort zu Fuß erreicht werden könnte.

Eltern sind Vorbilder. Ab Geburt. Was wir machen oder nicht machen hat Einfluss auf die Kinder. Das sollten wir nie vergessen. Und den Einfluss nutzen.

 

Was geht rum? 11. Juli 2015

Jetzt sind wir von der Sonne verwöhnt worden. Emilie hat dies wunderbar dargestellt in einem Bild, das ich diese Woche spontan von ihr geschenkt bekam. Wenn es die Bürokratie nicht gäbe,ich würde mich schämen einen so tollen Beruf zu haben. Kinder, wie die 5-jährige Emilie beschenken uns so reich. Und erwarten nichts.

Und was ging rum? Einmal eine Magen-Darm-Grippe, die in unterschiedlicher Heftigkeit auftrat (eine stationäre Behandlung war erforderlich). Daneben viele Erkrankungen mit Gehörgangsentzündung als Folge der Schwimmbadbesuche. Aber bitte, lassen Sie Ihre Kinder weiter das kühle Nass genießen. So oft kommen diese lästigen Entzündungen nicht vor.

Zoeliakie

Nahrungsmittelunverträglichkeiten scheinen an Häufigkeit zuzunehmen, wobei besonders die Beschwerden gegen Weizen eine zunehmende Rolle spielen. Drei Erkrankungen stehen hierbei im Vordergrund: Die Zoeliakie (CD), die nicht-zöliakische Glutenunverträglichkeit (NCGS) und die Weizenallergie.

Die Zoeliakie (englisch: celiac disease – CD) ist eine Autoimmunerkrankung, die durch allergische Mechanismen gegenüber Gluten mit einer Entzündung der Darmschleimhaut verbunden ist (siehe nebenstehendes Bild; Quelle: HN Guss). In den westlichen Ländern sind etwa 1% der Bevölkerung betroffen mit deutlichen Unterschieden in Europa. Diese reichen von 0.3% in Deutschland bis zu 2.4% in Finnland. In ärmeren Ländern nimmt die Erkrankung in dem Maße zu, in dem die dortigen Grundnahrungsmittel Reis oder Mais durch Weizen (“Big Mac”) ersetzt werden. Insgesamt gibt es bis heute viele Menschen, bei denen die Diagnose nicht bekannt ist.

Bei Kindern können in frühen Lebensjahren anhaltende Durchfälle, Bauchkrämpfe und letztlich eine Gedeihstörung auf die Diagnose hinweisen. Es gibt aber auch viele Betroffene, die “nur” Bauchschmerzen ohne sonstige Auffälligkeiten haben. Ein Eisenmangel kann ebenfalls ein Hinweis sein.

Der Verdacht auf die Zoeliakie lässt sich mit inzwischen deutlich verbesserten Labortests recht gut erhärten. Dennoch ist es in den meisten Fällen erforderlich, über eine Biopsie die Diagnose zu sichern. Das ist wichtig, weil sich im Rahmen der Zoeliakie schwerwiegende Folgeerkrankungen entwickeln können. Diese lassen sich durch eine spezifische Diät verhindern. Diese muss jedoch lebenslang erfolgen. Das kann nur durchgehalten werden, wenn die Diagnose eindeutig ist und der Patient von der Diät spürbar profitiert.