Reisekrankheiten: Denguefieber

Das Denguefieber ist schon seit Jahrhunderten bekannt. Es wird durch die gleichnamigen Virus ausgelöst, die über Mücken (z.B . die Gelbfiebermücke) übertragen. Schwere Epidemien gab es bereits vor 90 Jahren in Griechenland. Nach einer Ausrottung breitete sich das Virus 
im 2. Weltkrieg wieder enorm in Asien aus und kehrte mit enormen Ausmaßen vor 30 Jahren
auf den amerikanischen Kontinent zurück. Dort erkrankten in einer Epidemie im Jahre 2002 über eine Million Menschen. 
Die Übertragung erfolgt durch den Stich tagaktiver Mücken. Nach einer Inkubation von 2 – bis 10 Tagen tritt ein Krankheitsbild auf das einer Grippe ähnlich ist: hohes Fieber, starke Kopf- und Gliederschmerzen und Druckschmerz hinter dem Auge. Vereinzelt kommt es auch zu Ausschlägen. Die Symptome halten oft eine Woche an und sind quälend. Nach Abklingen dieser Akutphase besteht bei vielen Menschen noch längere Zeit eine Abgeschlagenheit. Die erste Erkrankung ist oft unangenehm, aber nicht gefährlich. Bei einem erneuten Krankheitsschub kann es jedoch – besonders bei Kindern und Schwangeren – zu schweren Verläufen kommen, die Ärzte nicht vorhersehen können.  
Eine ursächliche Therapie gibt es nicht, bislang auch keine erfolgreiche Impfung. Schützen kann man sich nur mit entsprechender Kleidung und Insektenschutz (sog. Repellentien).
Der letzte Ausbruch betrifft auch Touristen aus Deutschland: Im Oktober 2015 wurden in Ägypten in einem Dorf im Distrikt Dayrout (Gouvernement Asyut) 253 Verdachtsfälle gemeldet. Der Verdacht wurde im Labor bei 28 Patienten bestätigt.