Archiv für den Monat: April 2016

Was geht rum? 30. April 2016

Morgen schon beginnt der Mai. Zeit für Ausflüge in die blühende Natur. Zu Fuß, mit einem Anhänger oder – wer’s mag – mit einer schweren Maschine. Die Sonne lädt ein.

Die letzte Wochen mit winterlichem Wetter hat dazu beigetragen, dass die winterrlichen Atemwegsinfekte weiter grassierten.

Nächte Woche soll es endlich wärmer werden. Die Allergiker wird’s nicht freuen. Die Pollen werden voll beladen auf sie fallen und ihnen zusetzen. Wer eine Birkenpollenallergie hat sollte spätestens jetzt anfangen Medikamente zu nehmen. Wenn die Beschwerden erstmal eingesetzt haben, ist es schwieriger sich damit von Schnupfen, Augenbrennen und Husten zu befreien.

Giftpflanzen: Cotoneaster

Eine beliebte Pflanze für Vögel und Kinder ist der Cotoneaster horizontalis (Zwergmispel), bei der die roten Beeren zum Verzehr einladen. Der Cotoneaster enthält Glykoside, aber auch andere Gifte. Durch seine Farbe ist seine Attraktivität für Kinder sehr hoch und es sind tausende Fälle von Vergiftungen bekannt.

Symptome

Magen-Darm-Reizungen bei grösseren Mengen. Wegen des eher geringen Gehaltes an Glykosiden sind ernsthafte Vergiftungen nicht zu erwarten

Therapie

Bei Aufnahme unter 10 Beeren ist reichliche Flüssigkeitszufuhr ausreichend.

Bildquelle: http://plantality.com/

Kleinwuchs (Teil 2)

Dies ist die Fortsetzung des Beitrags Teil 1 18. April 2016 im praxisblättle.

Diagnostik

Die Medizin hat viele Möglichkeiten, die Ursachen von Kleinwuchs abzuklären. Dabei kommen mehrere Methoden zum Einsatz, die vom erfahrenen Kinder- und Jugendarzt oder vom Endokrinologen (das ist der Spezialist für alle Fragen der hormonellen Entwicklung) bewertet werden.

Körperliche Untersuchung: dabei kann der Arzt die körperliche Reife feststellen und sehen, ob sie sich vom chronologischen Alter unterscheidet. Das heisst, ob das Alter das im Pass steht auch dem Reifungsalter des Körpers entspricht. Kleinere Unterschiede sind dabei normal.

Röntgenbild der linken Handwurzel: Mit diesem kleinen Röntgenbild kann der erfahrene Arzt feststellen, wie weit die Knochen gereift sind – das sog. Knochenalter nach Greulich und Pyle. Dieses kann vom chonologischen Alter manchmal deutlich abweichen.

Bluttest: Im Blut können viele weitere Werte untersucht werden, die krankhaft verändert und damit für den Kleinwuchs verantwortlich sein können: Wachstumshormon, Leber- und Nierenfunktionswerte, Blutbild, Schilddrüsenwerte, ggf. auch Chromosomen, Laborwerte, die auf die Coeliakie hinweisen u,a.

Therapie

Menschen sind sehr unterschiedlich – klar! So kann sich auch das Längenwachstum von Jugendlichen sehr unterscheiden. Und, wo es grosse Menschen gibt gibt es zwangsläufig auch kleinere. Das ist normal auch wenn einige sehr große oder sehr kleine Jugendliche damit in manchen Lebensphasen Probleme haben, weil sie in ihrer Umgebung auffallen.

Es gibt aber krankhafte Ursachen, die behandelt werden können und meistens auch müssen. Es kann beispielsweise eine Schilddrüsenunterfunktion für den Kleinwuchs verantwortlich sein, die durch eine Behandlung mit Schilddrüsenhormon abgefangen werden kann.

Gibt es nicht auch Wachstumshormon zur Behandlung des Kleinwuches? Ja, das gibt es. Dieses Hormon hat jedoch viele verschiedene Wirkungen und kann nicht einfach jedem Jugendlichen gespritzt werden, der sich zu klein vorkommt. Die Entscheidung für eine Therapie mit Wachstumshormon ist schwierig und kann nur in Zusammenarbeit von einem sehr erfahrenen Endokrinologen und dem Jugendlichen gefällt werden.

Die Fortsetzung dieses Beitrags erfolgt in einer Woche an dieser Stelle im Teil 3 (letzter Teil).

Was geht rum? 23. April 2015

In der vergangenen Woche setzten sich die Infekte fort, die auch zu Beginn des Monats vorherrschten. Bedingt durch die fast winterliche Wetterlage haben die allergischen Erkrankungen sich noch zurückgehalten.

Im Moment werden die Kinder und Jugendlichen im oberen Linzgau von Racheninfekten und Magen-Darm-Infektionen in ihrem Wohlbefinden gestört. Daneben halten sich in geringem Rahmen auch die Infektionen mit Streptokokken (z.B. Scharlach). Schwerwiegende Erkrankungen sind glücklicherweise selten.

Dennoch:  Frühjahr. Wieder viel im Garten zu tun. Das Handwerkszeug wird wieder ordentlich versorgt wie im nebenstehenden Bild in einem Krämerladen in Madrid.

Giftpflanzen: Pfaffenhütchen

Die Pfaffenhütchen (Euonymus europaeus) sind hübsche Sträucher mit roten Blüten, die in unseren Gärten heute eher weniger anzutreffen sind. Ihre Schönheit reizt Kinder sie zu pflücken und zu probieren. Ingestionen kommen häufig vor, Vergiftungen sind jedoch eher selten. Die Samen enthalten verschiedene Substanzen, so auch Alkaloide und Digitaloide. Neben dem Samen gelten aber auch die Blätter und die Rinde des Paffenhütchens als giftig.

Symptome

Im Vordergrund stehen Symptome des Magen-Darm-Traktes: Koliken, Durchfall und Fieber, die bis zu 15 Stunden nach der Aufnahme eintreten können. Daneben sind Leber- und Nierenschäden beschrieben.

Therapie

In jedem Fall soll ein Arzt konsultiert werden. Dann muss im Einzelfall entscheiden werden, ob eine Giftentfernung notwendig ist

Kleinwuchs (Teil 1)

Kleinwuchs ist definiert als ein Körperwachstum unterhalb der 3. Wachstumspercentile. Das heißt: von 100 Jugendlichen der gleichen Altersgruppe werden die 3 Kleinsten als kleinwüchsig bezeichnet. In den meisten Fällen ist dies kein krankhafter Zustand.

Wenn z.B. die Eltern relativ klein sind, kann nicht erwartet werden, daß ihre Kinder groß sind (familiärer Kleinwuchs). Häufig liegt dem Kleinwuchs nur eine Entwicklungsverzögerung zugrunde, bei der der Wachstumsschub und die Pubertätsentwicklung verspätet einsetzen. Diese Jugendlichen gehören dann zwar im Alter von 14 zu den Kleinen ihrer Altersgruppe, sind letztlich aber mit 18 Jahren normalwüchsig.

Um herauszufinden, ob jemand kleinwüchsig ist, kann man seine Körperlänge messen und in einer Wachstumskurven (bei Interesse bitte doppel-klicken) nachsehen, auf welcher die Länge zu finden ist. Die Interpretation kann für Laien gelegentlich schwierig sein. In diesem Fall bitte einen Kinder- und Jugendarzt hinzuziehen.

Ursachen

Kleinwuchs ist nur in seltenen Fällen krankhaft. Viele verschiedene Ursachen kommen in Frage:

  • Familiärer Kleinwuchs: Bei dieser häufigen Ursache für Kleinwuchs hat die/der betroffene Jugendliche kleine Eltern. Die genetische Anlage ist also schon vorhanden, wenngleich auch kleine Eltern große Kinder haben können und umgekehrt.
  • Entwicklungsverzögerung: Bei dieser Form liegt ein Kleinwuchs nur für wenige Jahre vor. Da es sich nur um eine Verzögerung des Knochenwachstums handelt, erreicht die/der Jugendliche letztlich eine Normalgröße.
  • Krankhafte Ursache: Es gibt verschiedene krankhafte Ursachen für Kleinwuchs. Diese sind gekennzeichnet durch krankhafte Symptome, die in jedem Fall einen Arztbesuch nötig machen:
  1. * Wachstumsstillstand (Wachstum kleiner 3-5 cm/ Jahr)
  2. * Erbrechen morgens nüchtern
  3. * anhaltende Kopfschmerzen
  4. * vermehrter Durst / häufiges Wasserlassen

Die Fortsetzung dieses Beitrags erfolgt in einer Woche an dieser Stelle (Teil 2).

Was geht rum? 16. April 2016

Wärmere Tage endlich. Mal was Süßes schlotzen – ein Eis oder Bonbons.

Nach 10 ruhigeren Tagen melden sich andere Infekte zurück. Wie erwartet Streptokokkeninfektionen (u.a. auch Scharlach). Im Vordergrund stehen aber weiter die einfachen Racheninfekte.

Die Birkenpollen fliegen bereits am Oberrhein. Bis ein bedeutsamer Flug auch im Linzgau einsetzt, dürften weitere 10 Tage vergehen. Schwere Allergiker sind allerdings schon jetzt betroffen. Bei Voraussage schönen Wetters lohnt es sich morgens gegen 06 Uhr die Fenster zu schließen, weil zu dieser Zeit der heftigste Pollenflug des Tages in dieser Jahreszeit einsetzt.

Praxis: Urlaub Dr. Wolff

In den kommenden Wochen ist Dr. Wolff in Urlaub. Während dieser Zeit vertritt ihn an den meisten Tagen Dr. Helga Wagner, die Ihnen bereits gut bekannt ist. An den übrigen Tagen vertritt Dr. Niethammer.

Sie können also wie gewohnt einen Termin vereinbaren. Am Telefon kann Ihnen unsere Mitarbeiterin im Einzelfall sagen, wer für Sie da ist.

 

Giftpflanzen: Goldregen

Seine Blüte ist vollmundig und erfreut über viele Wochen die Menschen durch sein intensives Gelb, das durch die keimenden Blätter kräftig zur Geltung kommt: der Goldregen (Laburnum anagryoides).

Goldregen ist hochgiftig durch das darin enthaltende Cytisin. Dies kommt in allen Bestandteilen des Goldregens vor, besonders aber in dessen Früchten und Samen. Selbst das Lutschen an den Blüten bedeutet für Kinder eine Gefahr!

Symptome

Etwa 30 min nach Verzehr Speichelfluss, Schweißausbruch und Brennen im Mundraum. Danach tritt Erbrechen auf, das bis zu 2 Tagen anhalten kann sowie kolikartige Bauchschmerzen. Das Erbrechen als zentrales Vergiftungssymptom verhindert in aller Regel eine tödliche Vergiftung.

Therapie

Anruf in der Vergiftungszentrale sowie rasches Aufsuchen einer Klinik. Zuhause sollten keine Versuche unternommen werden, das Kind zum Erbrechen zu bringen.

Umleitungen in Pfullendorf

Bereits seit einigen Wochen ist die Innenstadt von Pfullendorf infolge Baustellen schwer zu erreichen. Das betrifft auch unsere Praxis am Stadtsee.

1. Baustelle

Adolf-Kolping-Strasse. Diese ist gesperrt ab der Polizeistelle bis hinunter zur Central-Apotheke. Dadurch ist es für alle aus Richtung Ostrach oder Mengen kommenden Eltern nicht möglich, über diese Strasse runter in die Altstadt zu fahren. Umleitungen sind ausgeschildert. Die Baustelle soll bis September 2016 so bestehen bleiben.

2. Baustelle

Beim Linzgau-Center (ehemals OBI) wird Pfullendorfs einzige Ampelanlage abgebaut und durch einen Kreisel ersetzt. Damit wird die Zufahrt zur Praxis von Denkingen und Ostrach (z.B. über die Gartenstrasse kommend) nochmals erschwert. Die Einrichtung dieser Baustelle wurde um eine Woche verschoben (vermutlich ab 18. April wirksam).

Wir bitten Sie, wegen der Baustellen mehr Zeit für die Fahrt zu unserer Praxis einzuplanen. Die Baustellen werden für viele Monate bestehen. Umleitungsvorschläge sind im Internet leider keine hinterlegt.