Reisemedizin: Gelbfieber

Diese Infektion ist vielen Menschen nur bekannt, weil eine Impfung gegen diese Erkrankung bei Einreise in tropische Länder verlangt wird.

Zunächst sollte Gelbfieber nicht mit Gelbsucht verwechselt werden, auch wenn die Worte ähnlich klingen. Diese Verwechslung brachte einem deutschen Kameramann den Tod. Der Arzt hatte ihn gegen Hepatitis A (“Gelbsucht”) geimpft statt gegen Gelbfieber. Gelbsucht wird medizinisch Ikterus genannt und ist ein Symptom, das bei verschiedenen Infektionen oder Leber-/Gallen-/ Bauchspeichelerkrankungen vorkommen kann. Gegen “Gelbsucht” kann es also keine Impfung geben. Eine Impfung gegen Hepatitis A schützt gegen eben diese Viruserkrankung, die tatsächlich zu heftiger Gelbsucht (Ikterus) führen kann, die aber für gesunde Menschen nie tödlich ist. Es gibt aber viele weitere Erkrankungen, die zur gelbfärbung der Haut aus unterschiedlichen Gründen führen.

Das ist beim Gelbfieber ganz anders. Hier erkranken weltweit immer noch geschätzt 130.000 Menschen, 44.000 sterben an der Infektion. Die meisten Erkrankungen gibt es in Afrika (90%). Gelbfieber kommt aber auch in Südamerika vor (siehe Karte rechts)

Dazu folgende Meldung vom Centrum für Reisemedizin (CRM) betreffend den Kongo: Ende April (2016) wurde ein Ausbruch offiziell gemeldet, seitdem wurden ca. 1.050 Verdachtsfälle mit 71 Todesfällen registriert. 58 Fälle wurden aus Angola importiert, 2 lokale Infektionen wurden im Norden des Landes gemeldet, 6 weitere aus dem Hauptstadtdistrikt Kinshasa und den benachbarten Provinzen Kwango und Kongo-Central. Impfschutz beachten. Bei der Einreise ist eine Impfung gegen Gelbfieber für alle Reisenden vorgeschrieben. Kinder unter 12 Monaten sind von dieser Regelung ausgenommen. Meldung eingestellt am: 21.06.2016

Bildquelle: www.fit-for-travel.de