Raupendermatitis

Nun ist wieder die Zeit für die Raupenspinnerdermatitis. Darunter versteht man eine Entzündung der Haut ausgelöst durch die “Brennhaare” der Eichenprozessionsspinner.

Die Raupen des Eichenprossionsspinners tragen mit jeder weiteren Stufe der Larvenbildung vermehrt der sog. Brennhaare. Das sind feine Härchen, die Widerhaken enthalten. Schon bei leichter Berührung fallen diese ab und können im Luftstrom lange Strecken zurücklegen.

Die häufigste Folge ist eine Hauterscheinung, die durch das Festhaken dieser Härchen an den unbedeckten Hautarealen auftritt. Die Ausschläge können verschiedene Ausprägung haben und werden meist durch mechanische Reizung ausgelöst. Die ersten Symptome mit Hautjucken beginnen nach weniger Minuten, die Hautreizung nimmt 1 – 2- Stunden später weiter zu. Knötchenbildung setzt meist nach 6 Stunden ein. Es sind auch Allergien möglich, für die bereits 7 verschiedene Allergene identifiziert wurden.

Therapeutisch ist ein sofortiger Wechsel der Kleidung (ggf. unter Nutzung von Handschuhen) wichtig. Dann kann versucht werden, mit Klebeband Brennhaare von der Haut zu entfernen. Im Anschluss ist ein Duschbad mit Haarwäsche sinnvoll. Medikamentös können Antihistaminika (wie Cetirizin) eingesetzt werden.

Viele Fragen zu diesem Krankheitsbild sind noch nicht geklärt, da sich die Prozessionsspinner erst in den letzten Jahren bei uns ausgebreitet haben und der Bekanntheitsgrad der Erkrankung noch gering ist.

Bildquelle: http://www.rbb-online.de/panorama/beitrag/2016/05/eichenprozessionsspinner0.html

Ein Gedanke zu „Raupendermatitis

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