Archiv für den Monat: November 2017

Vermeiden von Schimmel in der Wohnung

Obwohl wir darüber fast nie reden: Schimmelpilze umgeben uns im Alltag ständig. Etwa 130.000 verschiedene Arten sind bekannt. Sie tun uns Gutes (z.B. in wunderbaren Käsesorten), Böses (z.B. Pilz-Lungenentzündungen) und allermeistens: nichts.

Für die Atemwege sind gewisse Belastungen mit Schimmelpilzen meist unproblematisch. Die Konzentrationen in der Luft dürfen aber nicht zu hoch sein.

Deswegen einige Ratschläge, um die Schimmelpilzbelastung in der Luft niedrig zu halten.

Wo gibt es Schimmelpilzbelastung in der Natur?

  • eher hoch in ungemähten Feldern (z.B. Getreide)
  • eher hoch in Ansammlungen von Blättern (im Herbst)
  • in Höhlen

Maßnahmen: diese Regionen vermeiden. Nach dem Betreten der Wohnung Duschen und Haare waschen, um die Sporenzahl zu verringern (vergleichbar mit der Pollenreduzierung im Sommer).

Wo gibt es Schimmelpilzbelastung im Haus?

Im Haus herrscht ebenfalls eine permanentes Vorkommen von Schimmelpilzsporen. Folgende Maßnahmen diesen dazu, die Konzentration mit Pilzsporen gering zu halten.

  • für trockene Innenräume sorgen: Lecks von Leitungen beseitigen
  • für eine gute Durchlüftung auch hinter Schränken und unter Betten sorgen (z.B. den Raum unter einem Bett frei halten).
  • Luftfeuchtigkeit messen: diese sollte unter 60% liegen. Liegt sie darüber: Stoßlüften.
  • kein Kippen der Fenster in kalten Jahreszeiten, sondern regelmäßiges Stoßlüften: dabei werden die Fenster für 5 Minuten (Dezember bis Februar) bis 15 Minuten (April/Mai und September/Oktober) voll geöffnet.
  • Das Stoßlüften im Bad ist besonders wichtig. Nach dem Duschen die Badtüre schließen und 2 – 3 Minuten kräftig lüften
  • Teppichböden sind ungünstiger als wischbare Böden
  • keine Pflanzen oder Kühlschränke in Schlafräumen

Kinder und Kunst

Trotz anderweitiger Beteuerungen wird unsere Lebenswelt zunehmend durchorganisiert. Freiräume werden immer enger. Der Handschlag als gültiger Vertragsabschluss ist graue Vergangenheit. Heute wird alles bis ins Detail geregelt. Viele Menschen sind sogar unglücklich, wenn sie keine starren Regeln genannt bekommen, an die sie sich halten können.

Dieser Wahn hat auch die Kinder in den Kindertagesstätten längst erreicht. Für jede Kleinigkeit sind schriftliche Regeln fixiert. Schon früh werden sie auf die Anforderungen in der Schule eingeschworen und erlernen Techniken wie das exakte Ausmalen von vorgegebenen Schablonen. Das sind im Prinzip wichtige Dinge. Aber der Schritt zuvor wird oft ausgelassen: Freies Gestalten unter Supervision. Viele Materialien wollen mit Lust und Neugier erlernt werden. Experimentieren. Dass solche Neuentdeckungen nicht auf Anhieb hohen Ansprüchen genügen können ist klar. Es fällt auch schon mal “Abfall” an, manches geht daneben. Aber zusammen mit jemandem, der Kenntnis hat, lassen sich so neue Welten erobern.

Heute steht leider eine – nicht ausgesprochene – Aufforderung nach einem bewundernswerten Objekt im Raum. Ein Bild oder eine Figur sollte am Schluss schon rauskommen. Das kann den Eltern stolz vorgeführt werden.

Viel wichtiger als solche dinglichen Objekte ist jedoch der Weg dorthin. Die Kindheit sollte ein Garten der vielfältigen Erfahrungen und Freiheiten sein. Aber: Der Kindergarten ist passé.

Sollten sich Kinder nicht entfalten? Entfalten! Wie eine Blume am Morgen, die ihre Schönheit präsentiert, wenn sie von den Sonnenstrahlen geweckt wird?

Welches Potential in Kindern steckt zeigen die Bilder, die ein Kinderarzt manchmal mit einem stolzen Lächeln zugesteckt bekommt. Wir sollten alles daran setzen, Kindern zu unterstützen, ihren eigenen Weg zu finden und zu gehen. So entwickeln sich ihre individuellen Fähigkeiten. Unsere Kenntnisse können die Kinder gerne erfragen. Aber wir drängen sie ihnen nicht auf.

Kinderkunst ist ein Ausdruck dessen, was in ihnen schlummert. Lassen wir diesem Schatz Zeit, sich zu zeigen.

Was geht rum? 25. November 2017

Der erste Schnee Anfang der Woche. Heute soll sich das ja wiederholen. Die Vögel sind auf der Suche nach Nahrung und kommen näher an unsere Wohnungen.

Und die Infekte nehmen weiter spürbar zu. Winter eben. Viele virale Infekte traten auf mit Rachen-und Bauchschmerzen, teilweise auch mit leichter Entzündung der Bindehäute oder Krupphusten.

Daneben waren seit längerem mal wieder Infektionen mit Scharlach zu sehen. Weitere Kinderkrankheiten traten nicht auf.

Für viele Familien in Pfullendorf und Umgebung ist gestern eine Hoffnung zu Ende gegangen. Der Möbelhersteller ALNO wird abgewickelt und sie selbst stehen vor einer unklaren Zukunft. Das betrifft viele Familien in unserer Praxis und Jugendliche, die mit guter Hoffnung bei dem Traditionsbetrieb eine Ausbildung begonnen haben. Wir sind betroffen und hoffen, dass im guten wirtschaftlichen Umfeld alle eine Arbeit bzw. Ausbildung finden, die ihren Fähigkeiten entspricht und ihnen den bisherigen finanziellen Hintergrund absichert.

Was geht rum in der Welt? Dort zum Glück wenig negative Neuigkeiten in diese Woche. Aber das Dengue-Fieber spielt weiterhin in Ägypten und in Sri Lanka eine bedeutende Rolle. Und die Pest zieht weitere, aber langsamere Kreise in Madagaskar (besonders in den Regionen Toamasina und Antananarivo). Für Reisende nach Madagaskar ist dringend zu empfehlen, sich fachlichen Rat zu holen. Unter Beachtung lokaler Bedingungen sind Reisen aber weiter möglich.

Keuchhusten – noch immer eine Gefahr

Was ist Keuchhusten überhaupt? Das wissen aus eigener Erfahrung fast nur noch Großeltern – und einige wenige Eltern heute, die ihr Kind auf dem leidvollen Weg mit dieser Krankheit begleitet haben. Zum Glück erspart die wirkungsvolle Impfung gegen Keuchhusten den meisten Kindern und Eltern diese Erfahrung.

Mediziner nennen Keuchhusten Pertussis (lat.). Das bedeutet durch und durch husten und beschreibt, dass diese Krankheit mit extremem Husten verbunden ist, der über viele Wochen oder zumeist Monate andauert. Das kann für bestimmte Kinder und auch Erwachsene durchaus gefährlich werden.

Im Jahre 2016 erkrankten in Deutschland 13.809 Menschen an Pertussis (17 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner). Am meisten waren Säuglinge betroffen: 61 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner. In dieser Altersgruppe besteht erst nach drei Impfungen ein Schutz, also kaum vor dem 4. Lebensmonat. Denn gegen Keuchhusten werden keine wirksamen Antikörper bei Geburt weitergegeben. Somit werden diese erst bei Erkrankung oder eben durch die Impfung gebildet.  Obwohl wegen der Schwere der Krankheit 52% der betroffenen Säuglinge im Krankenhaus behandelt wurden starben 3 Säuglinge daran im Jahre 2016. 

Die Impfung gegen Keuchhusten ist gut wirksam, die Wirkdauer liegt jedoch nur bei 5-7 Jahren. Da die Impfung zusammen mit der Tetanusimpfung erfolgt, liegt das normale Wiederholungsintervall bei 10 Jahren, so dass Impflücken entstehen. Dadurch und durch die unzureichende Impfung gerade von Erwachsenen ist zu erklären, dass im Moment 84% der Bevölkerung unzureichend oder gar nicht geimpft sind. Das erleichtert das Wiederauftreten von Keuchhusten.

Der gute Schutz von Erwachsenen würde helfen, Säuglinge zu schützen. Leider ist es noch immer so, dass bei den Impfungen fast alle nur an sich und nicht an die anderen denken. Das führt dann in der Politik zu den verwirrenden Diskussionen über eine Impfpflicht, die in Deutschland nicht denkbar ist. Sinnvoller wäre es wohl, alle Menschen auf die Solidarität mit den Schutzlosen hinzuweisen.

Die Solidarität mit den Schwachen wäre auch in dieser Hinsicht wichtig. Auch wenn das Thema Impfung nicht unbedingt schick ist.

Autokindersitze

Die Stiftung Warentest veröffentlicht regelmäßig neue Testergebnisse über die Kindersicherheit im Auto. Im letzten Heft (November 2017) geht es um die Autokindersitze. In der folgenden Auswahl sind neben den besten neuen Sitzen mit guter Bewertung auch solche aus früheren Tests aufgeführt.

Kinder ab Geburt

i-size bis maximal 105 cm Körperlänge

  • Kiddy Evo-Luna i-Size                       480€        Note 1.5       aus Test 06/2016
  • Cybex Aton M i-Size & Base i-Size    350€                1.6       NEU (siehe Abbildung rechts)
  • Maxi-Cosi Pebble Plus                       275€                1.6       aus Test 11/2015

von Geburt bis 13 kg Körpergewicht

  • Cybex Aton 5                                     130€       Note 1.6       aus Test 06/2017
  • GB Idan                                              220€               1.7       aus Test 06/2017
  • Recaro Guardia  Smart Click Base    370€               1.8       NEU
  • Recaro Privia Evo & Smart Cl. Base  330€               1.8       NEU

von Geburt bis 18 kg Körpergewicht

  • Recaro Zero1                                     500€      Note 2.4        aus Test 11/2016
  • Klippan Kiss 2 Plus                            500€              2.5        NEU

Für Kinder ab 1 Jahr

von 9 kg bis maximal 36 kg Körpergewicht

  • Kiddy Phoenixfix 3                             259€      Note 1.7        aus Test 11/2016
  • Cybex Pallas M-Fix SL                      200€               1.9        aus Test 06/2017

von 15 kg bis 36 kg Körpergewicht

  • Cybex Solution M-Fix SL                   150€       Note 1.7       aus Test 06/2017
  • Britax Römer Kid II                             130€               1.8       aus Test 11/2015

Insgesamt fällt auf, dass für alle Sitze für Kinder ab dem Alter von 1 Jahr keine interessanten neuen Produkte auf den Markt kamen. Entweder rangieren sie auf den hinteren Plätzen (wie Max-Cosi Rodi XP Fix – immerhin Note 1.9) oder sie fielen gar durch (wie Jané Grand und Recaro Optia & Smart Click Base) wegen schwerwiegender Mängel.

Alle Eltern, die die Details nachlesen möchten, können sich das Testheft ab Dezember in der Praxis ausleihen. Bitte fragen Sie unsere Mitarbeiterinnen.

Bildnachweis: http://cybex-online.com/de/carseats/atonmisize.html

 

 

Was geht rum? 18. November 2017

Die Tage werden immer kürzer. Dazu sind sie noch reichlich trübe. Wir schalten das Licht ein oder machen es uns bei Kerzenschein gemütlich.

Auch in dieser Woche haben sich die bisherigen Infekte fortgesetzt: Neben verschiedenen Virusinfekten traten Mittelohrentzündungen und Lungenentzündungen (Bronchopneumonie) auf.

Die Häufigkeit bei den Streptokokkeninfektionen hat weiter zugenommen. Einige traten als Scharlach – also mit Ausschlag – auf.

In der kommenden Woche vertritt Sven Supper nochmals Dr. Wolff in der Praxis.

Was geht in der Welt rum? Neu ist die Meldung über Fälle von Dengue-Fieber in Ägypten. Eine Touristin ist nach ihrer Rückkehr aus Hurghada daran erkrankt, wie belgische Stellen melden. Gegen das Dengue-Fieber gibt es keine Impfung. Wichtigste Maßnahme ist, sich vor den tagaktiven Mücken mit Repellentien zu schützen.

TIPP: wie wende ich Zäpfchen an?

Das Thema stellt sich allen Eltern. Nach vielen Wochen voller Gesundheit, fängt ein sonst zufriedener Säugling jämmerlich an zu schreien. Kein Hunger, das ahnen sie, sondern Schmerz. Das helfende Medikament ist ein Zäpfchen, das sich medizinisch Suppositorium  nennt. Das stammt vom Lateinischen supponere (darunterlegen) und dient auch als Grundlage in anderen Sprachen (Englisch: suppository, Französisch: suppositoire, Spanisch: suppositorio, Italienisch: supposta) – nur, wenn Sie mal im Urlaub sind.

Warum überhaupt Zäpfchen?

Gerade Säuglinge sind bei Schmerz sehr untröstlich. Sie schreien lauthals und an die Zufuhr eines Saftes oder einer Tablette ist nicht zu denken. Solange das so ist, sind die Suppositorien eine wichtige Darreichungsform von Medikamenten.

Da sie andererseits aber die unsicherste Gabe von Medikamenten ist, soll auf Säfte oder Tabletten umgestellt werden, so früh wie möglich.

Warum haben die Zäpfchen diese Form?

Die Form ist industriell vorgegeben. Leider verführt sie die meisten Eltern zur nicht optimalen Anwendung.

Warum also das Zäpfchen mit der stumpfen Seite zuerst einführen?

Wie so oft im Leben befasst sich kaum jemand mit den häufigen Dingen des Lebens, das scheint zu banal zu sein. Die heutigen Erkenntnisse gehen in aller Regel auf Abd-El-Maeboud zurück, der im höchst geschätzten Medizinjournal Lancet im Jahre 1991 eine Studie veröffentlichte. Darin empfiehlt er die Anwendung von Zäpfchen mit der Spitze nach hinten. Damit soll sichergestellt werden, dass die Zäpfchen nicht zu weit in den Darm vordringen. Würden sie das tun, so würde der Wirkstoff über die Leber abgebaut bevor er hilfreich ansetzen könnte. Denn nur das letzte Stück des Darmes ist mit seinen Adern direkt an die Hohlvene angebunden. Und nur von diesem kleinen Ort des Darmes gelangen die Substanzen direkt über die unter Hohlvene und das Herz in alle Organe. Unter Umgehung der Leber.

Praktische Tipps zur Anwendung

Trotz Schmerz, Fieber oder Krampfanfall besteht bei der Anwendung von Suppositorien nie ein Grund zu Hektik. Ruhe und Einfühlungsvermögen sind wichtig, um die Einführung des Zäpfchens nicht zum Horrorerlebnis für das Kind werden zu lassen.

Wie wir alle wissen, ist der After eine hoch sensible Region. Also handeln wir danach:

  • Zuerst umfassen wir das Zäpfchen mit unsern Fingern und setzen die stumpfe Seite mit leichtem Druck auf den After.
  • Nach wenigen Sekunden schmilzt die Oberfläche des Suppositoriums an.
  • Dann reizen wir mit leichten Bewegungen den After, der sich darunter langsam öffnet.
  • Es dauert wenige Sekunden und das Zäpfchen gleitet unter dem zarten Druck in den Mastdarm.
  • Wenn die Spitze kaum mehr an Analring zu sehen ist, haben wir es richtig gemacht. Bitte nicht mit dem Finger hinterher schieben!

Die Wirkung des Zäpfchens ist in Bezug auf Schmerz oder Fieber erst nach etwa 30 Minuten zu beobachten. Also wiederum ist Geduld gefordert.

Hähnchen-Nuggets: i-gitt

Ich selbst hab sie nie gemocht. Die Chicken-Wings oder Hähnchen-Nuggets. Allein schon die Farbe – leicht glänzend durch das Fett. Ne, das geht nicht.

Nun haben die Tester der Zeitschrift “Ökö-Test” genauer hingeschaut. Mit weniger Emotion und viel mehr Sachverstand. Und einem noch schlechteren Ergebnis, als meine Sinnesorgane es erwartet hätten.

Im Test fallen gleich mal 8 der 14 Produkte komplett durch. Und selbst die anderen sehen die Note “sehr gut” oder “gut” nicht. Die besten Note bekommen die Bio Cool Chicken Nuggets mit “befriedigend”.

Warum denn das? Zunächst mal Tierhaltung. Da ist bereits für die Ketten von Kentucky, McDonalds und Burger King Endstation. Keine Nachweise ist heute echt zuwenig. Bei Burger King kommen noch Enterobakterien hinzu, was Mediziner erschaudern lässt: “Ungenügend” für die Nuggets von Burger King. Viel Salz ist ohnehin in fast allen, in einigen gar künstliche Phosphate. Die Produkte der Discounter (Aldi Nord, Rewe, Edeka, Iglo, Vossko – üngenügend, Lidl, Real und Penny – ausreichend) setzen den Reigen schlechter Bewertungen fort. In vier Produkten fand sich Mineralöl.

Da vergeht mir der Appetit schon ganz!

Bild: pixabay

Was geht rum? 11. November 2017

In der vergangenen Woche waren viel Infektion der Atemwege in der Praxis zu behandeln. Bei dem regnerischen Wetter ist das nicht unerwartet.

Nasen-Rachen-Infektionen bei den Säuglingen. Diese litten häufig unter der erschwerten Nasenatmung, die teils durch Schwellung der Nasenschleimhäute, teils durch Sekretbatzen verursacht waren. Hilfreich ist eine “gute Luft” im Hause: keine Raucher, ehere kühlere Temperaturen (Wohnbereich 20 – 22 Grad Celsius, Schlafbereich 16 – 18 Grad Celsius) und: viele Spaziergänge. Kochsalznasentropfen sind manchmal hilfreich, abschwellende Nasentropfen (z.B. Otriven©, Olynth©) sollten eher nicht zum Einsatz kommen.

Bei den Kleinkindern treten die gleichen Infekte auf. Hierbei treten oft Mittelohrentzündungen auf, die teilweise den Einsatz von Antibiotika erfordern. Das zweite Krankheitsbild ist die Mundfäule (Stomatitis aphthosa), die in der Ausprägung jedoch eher mild ist. Aber selbst milde Verläufe dieser Erkrankung sind für die Betroffenen noch reichlich unangenehm.

Besser weg kommen die Schulkinder und Jugendlichen. Der Schnupfen nervt etwas, aber schlimmere Verläufe sind kaum zu beobachten.

Einzelne Fälle von Scharlach, keine Windpocken, kein Keuchhusten.

Und was geht in der Welt rum? Dengue-Fieber ist weltweit schon lange ein Problem. In den letzten Wochen kamen Ausbrüche in Burkina Faso (Westafrika), Senegal und besonders in Indien hinzu, wo weit über 120.000 Fälle dokumentiert sind. Bislang gibt es noch keine Impfung. Der Schutz vor den tagaktiven Mücken (mit einem Repellent, das DEET enthält) steht also im Vordergrund.

In den beiden kommenden Wochen wird Dr. Wolff Urlaub machen. In der ersten Woche (13. Nov – 17. Nov) wird Dr. Niethammer vertreten, in der zweiten Woche (20.Nov – 24. Nov) Sven Supper.

Grippeimpfung – oder schon flu shot

An einem Supermarkt in Halifax (Nova Scotia, Canada) fand sich die nebenstehende Aufforderung zur Impfung. FREE steht ganz oben. Weiter unten dann: “Ask your pharmacist”. Dieser Pharmacist verbirgt sich meist hinter einer großen Absperrung. Ob seine Antwort noch so schlicht ausfällt?

Kostenlos ist die Impfung für Kassenpatienten in Deutschland zum Glück immer. Und sie macht Sinn. Heute starten wir in der Praxis mit der Grippeimpfung (genauer, Impfung gegen Influenza). Aber ohne Werbung. Das ist bei uns nicht üblich und auch nicht erlaubt. Deswegen nur diese kurze Information.

Wer Interesse an der Impfung hat oder Fragen hierzu, möge sich bitte gerne melden. In unserer Region startet die Grippesaison frühestens im Dezember und sie dauert bis März. Eine Impfung im November verspricht den besten Erfolg.