Was geht rum? 11. November 2017

In der vergangenen Woche waren viel Infektion der Atemwege in der Praxis zu behandeln. Bei dem regnerischen Wetter ist das nicht unerwartet.

Nasen-Rachen-Infektionen bei den Säuglingen. Diese litten häufig unter der erschwerten Nasenatmung, die teils durch Schwellung der Nasenschleimhäute, teils durch Sekretbatzen verursacht waren. Hilfreich ist eine “gute Luft” im Hause: keine Raucher, ehere kühlere Temperaturen (Wohnbereich 20 – 22 Grad Celsius, Schlafbereich 16 – 18 Grad Celsius) und: viele Spaziergänge. Kochsalznasentropfen sind manchmal hilfreich, abschwellende Nasentropfen (z.B. Otriven©, Olynth©) sollten eher nicht zum Einsatz kommen.

Bei den Kleinkindern treten die gleichen Infekte auf. Hierbei treten oft Mittelohrentzündungen auf, die teilweise den Einsatz von Antibiotika erfordern. Das zweite Krankheitsbild ist die Mundfäule (Stomatitis aphthosa), die in der Ausprägung jedoch eher mild ist. Aber selbst milde Verläufe dieser Erkrankung sind für die Betroffenen noch reichlich unangenehm.

Besser weg kommen die Schulkinder und Jugendlichen. Der Schnupfen nervt etwas, aber schlimmere Verläufe sind kaum zu beobachten.

Einzelne Fälle von Scharlach, keine Windpocken, kein Keuchhusten.

Und was geht in der Welt rum? Dengue-Fieber ist weltweit schon lange ein Problem. In den letzten Wochen kamen Ausbrüche in Burkina Faso (Westafrika), Senegal und besonders in Indien hinzu, wo weit über 120.000 Fälle dokumentiert sind. Bislang gibt es noch keine Impfung. Der Schutz vor den tagaktiven Mücken (mit einem Repellent, das DEET enthält) steht also im Vordergrund.

In den beiden kommenden Wochen wird Dr. Wolff Urlaub machen. In der ersten Woche (13. Nov – 17. Nov) wird Dr. Niethammer vertreten, in der zweiten Woche (20.Nov – 24. Nov) Sven Supper.