Asthma bronchiale – Zeit zum Umdenken

Asthma bronchiale ist weiter eine bedeutende Krankheit, auch wenn sie im Alltag kaum wahrgenommen wird.

  • Jedes 10. Kind in den USA leidet an Asthma (2009). Deutsche Zahlen gibt es nicht, sie dürften aber ähnlich liegen.
  • Asthma kann tödlich sein. In 2007 starben alleine in den USA 185 Kinder an dieser Erkrankung.
  • In 2009 hatten 57% aller Kinder mit Asthma einen akuten Asthmaanfall.

Grund genug, diese Erkrankung ernst zu nehmen. Das bedeutet, dass auch eine Dauertherapie konsequent angewendet werden sollte, wenn sie vom Kinderarzt* oder Kinderpneumologen* empfohlen wurde. Nur so lassen sich akute Krisen eindämmen.

  • Akut- und Bedarfstherapie. Hier kommt meist Salbutamol zum Einsatz, das geeignet ist, die verengten Atemwege wieder zu weiten. Dadurch kann ein betroffenes Kind wieder unbeschwert ausatmen kann (“Bronchospasmolyse”). Diese Therapie ist im Regelfall akuten Situationen vorbehalten.
  • Antientzündliche Therapie. Hier stehen die inhalativen Corticosteriode (ICS – kurz Cortison) seit Jahrzehnten zu Verfügung. Bei regelmässiger Anwendung begrenzen sie die Entzündung der Bronchien, die im Zentrum der Krankheit steht.
  • Neue Therapien. Weitere Therapiemöglichkeiten stellen sog. Biologika dar, die zunehmend Bedeutung erlangen: Präparate, die Stoffe blockieren, welche eine Entzündung aufrechterhalten: IgE -Blocker (Omalizumab), IL-5-Blocker (Mepolizumab), IL-13-Blocker (Lebrikizumab).

Inzwischen wird daran geforscht Instrumente zu finden, um dem individuellen Patienten die für ihn geeignete und hilfreiche Therapie zu finden. Ziel ist eine auf den Patienten zugeschnittene, individualisierte Therapie. Das ist teilweise möglich. Noch ist es jedoch schwierig alltagstaugliche Parameter zu entwickeln, die einfach und klar auf die richtige Therapie hinweisen.

 

* Der Begriff wird geschlechterübergreifend verwendet.