Kategorie-Archiv: Allgemein

Kinderkrankheiten (8): Ringelröteln

Der Name „Ringelröteln“ (Erythema infectiosum) ist verwirrend. Mit Röteln teilt sich diese Erkrankung nur einen im Anfangsstadium ähnlichen Ausschlag. Letztlich bilden sicher aber bei den Ringelröteln die netzförmigen Ringel, die dieses Exanthem sehr typisch machen. Der Auslöser dieser Infektionskrankheit ist das Parvovirus B19. Dieser Erreger steht in keinerlei Verbindung zum Rötelnvirus.

Nach einer Inkubationszeit von bis zu 2 Wochen entwickelt sich der typische Ausschlag (Exanthem) zusammen mit leichtem Fieber. Kinder haben außer dem Ausschlag oft keinerlei Beschwerden, bei Jugendlichen kommt auch höheres Fieber, Gelenkschmerzen und Kopfschmerzen vor. Der Ausschlag ist wechselnd stark und dann am deutlichsten ausgeprägt, wenn die Haut von der Sonne beschienen wird. Er kann manchmal über einige Wochen anhalten. Ringelröteln sind bei kleineren Kindern vornehmlich im Gesichtsbereich, später an den Streckseiten der Arme am deutlichsten zu sehen. Im Körper selbst kommt es zur Zerstörung einiger roter Blutkörperchen, eine bedeutsame Blutarmut ist bei Kindern aber nicht zu befürchten.

Mit dem Auftreten der Ringelröteln ist ihre Ansteckung auch schon vorbei. Eine Vorbeugung ist also effektiv nicht möglich, zumal die Ringelröteln endemisch auftreten; das heißt: sind sie einmal bei uns eingetroffen, so breiten sie sich rasant aus.

Sorge vor Ringelröteln ist nur angezeigt bei Schwangeren, die diese Erkrankung bis zur Schwangerschaft noch nicht durchgemacht haben. Dies kann durch Antikörpertests im Blut festgestellt werden. Sollte es zu einer Infektion mit Ringelröteln in der Schwangerschaft kommen, kann es durch die Zerstörung von roten Blutkörperchen zu einer Blutarmut des ungeborenen Kindes kommen, die in schwierigen Fällen zu einem sog. Hydrops führt, der tödlich enden kann. Im Zweifelsfall sollte also eine Blutuntersuchung bei Schwangeren erfolgen, um kein unnötiges Risiko einzugehen. 

Was geht rum? 19. August 2017

Hochsommer. Kinder genießen es draußen zu sein, im Freibad und beim Spiel mit Freunden in der wunderbaren Natur unserer Region. Jugendliche hängen auch dort ab, meistens später, wenn es dunkel wird oder auch bei Open-Air-Festivals.

Was geht rum an Krankheiten? Wenig. Und eigentliche keine Infekte, vor denen man sich gezielt schützen könnte.

Weiterhin sind eher Verletzungen ein Problem: Verbrennungen am Grill, Platzwunden bei Stürzen, starke Lokalreaktionen nach Insektenstichen – wie auf dem herzigen Bild von Luisa, rechts, treffend dargestellt –  und infizierte Wunden.

Die Praxis ist bis 23. August 2017 geschlossen. Ab Donnerstag sind kommender Woche sind wir wieder für Sie da.

Was geht rum? 12. August 2017

Der Sommer hat etwas an Temperatur verloren, scheint aber weiter gesundheitlich günstig zu sein. In der Praxis treten jahreszeitlich typische Infektionen auf wie die Herpangina, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit und leichtere Magen-Darm-Erkrankungen.

Kinderkrankheiten traten in der letzten Woche nicht auf.

Bedeutsamer sind manchmal die vielfältigen Verletzungen: kleinere Verbrennungen (Vorsicht beim Grillen) oder Blessuren an Armen und Beinen. Letztere sind in der Regel meist geringfügig und Zeichen des wunderbaren Bewegungsdranges der Kinder.

Insektenstiche sind recht bedeutsam. Häufig kommt es zu kräftigen Lokalreaktionen, die die Kinder über mehrere Tage mit Juckreiz / Schmerz auch in den Nächten plagen. Bedeutsam waren zuletzt die Stiche durch Bremsen, die sich in der Nähe von Wasser und an Waldrändern sehr wohl fühlen. Die Hummel – siehe Bild rechts – ist hingegen schön anzusehen und überhaupt nicht stichfreudig.

 

Schwarz oder Weiß: Wann werden Babys gleichgestellt (USA)?

Man mag es kaum glauben. Die angesehene Zeitschrift Journal of the American Medical Association (JAMA) hat uns Zahlen vorgelegt von denen wir annahmen, dass sie im 21. Jahrhundert längst überholt seien. Die medizinische Ungleichheit von Schwarzen und Weißen beginnt mit der Geburt. Wäre die Situation für schwarze Babys die gleiche wie für weiße Neugeborene, so würden im Jahre 2015 etwa 4400 mehr schwarze Babys überlebt haben.

In ihrer Publikation zeigen Dr. Corinne A. Riddell und Kollegen auf, dass die Kindersterblichkeit in den USA nach den Zahlen des Center for Disease Control (CDC) im letzten Jahrzehnt für alle Amerikaner um 15% zurückgegangen ist. Aus der Graphik rechts wird ersichtlich, dass sowohl bei schwarzen wie weißen Kindern ein Rückgang zu verzeichnen war. Nur, selbst im Jahre 2015, war die Sterblichkeitsrate für weiße Kinder 4.8 pro 1000 Kinder, während sie bei schwarzen Kindern bei 11.7 auf 1000 Kinder lag. Fast 2½ mal so viele. Es klafft also weiterhin eine unerträgliche Lücke in der Kindersterblichkeit zwischen schwarzen und weißen Babies. 

Mit dem Affordable Care Act (“Obamacare“) wurde ein erster Schritt getan, auch Ärmeren eine medizinische Grundversorgung zu sichern. Sollte diese Maßnahme nicht weiter ausgebaut werden steht zu befürchten, dass die Kluft zwischen den Ethnien in den USA noch grösser wird. Eine beschämende Folge für das reichste Land der Erde.

Aber wenden wir den Blick zurück in unser Land. Auch hier müssen wir beständig daran arbeiten, die bestehende Kluft zwischen Arm und Reich oder auch Land und Stadt zu verringern. Hierbei Berlin exemplarisch. Dazu in drei Tagen mehr im praxisblättle.

Praxis: Erreichbarkeit in den Ferien

Mit den Schulferien beginnen auch für uns in der Praxis die Ferien der Mitarbeiterinnen und Ärzte. In den kommenden Wochen sind wir – bis auf eine Woche im August – für Sie erreichbar.

Heute, am 31. Juli 2017, arbeitet die Praxis wie gewohnt. Beide Ärzte und das gesamte Team sind für Sie da. Bitte nutzen Sie diese Gelegenheit um Langfristrezepte (Logopädie, Physiotherapie) bei Ihrem behandelnden Kinder- und Jugendarzt noch ausstellen zu lassen.

Dr. Niethammer arbeitet zu den üblichen Sprechzeiten (außer Donnerstag Nachmittag) mit verkleinertem Team ab dem 01. August (Dienstag) bis zum 16. August 2017.

Vom 17. August bis zum 23. August bleibt die Praxis geschlossen.

Vom 24. August (Donnerstag) bis zum 12. September 2017 arbeitet Dr. Wolff mit verkleinertem Team zu den üblichen Sprechzeiten (außer Dienstag Nachmittag).

Wir wünschen allen Kindern, Jugendlichen und ihren Eltern eine schöne Urlaubszeit. Erholen Sie sich gut und genießen Sie ggf. exotische Reiseerfahrungen im fremden Urlaubsland. Oder eine gemütliche Tour im traumhaften Donautal oder auf dem schönen Bodensee. Wir wohnen ja bereits in einer Urlaubsregion!

Reiseapotheke – was sollte in den Urlaub mitgenommen werden?

Bald gehen viel in den Urlaub. Was soll dann ins Gepäck um gegen medizinische Notfälle gewappnet zu sein?

Dauermedikamente

Das wichtigste ist natürlich, Dauermedikamente (z.B. Medikamente gegen die Epilepsie oder bei Asthma) nicht zu vergessen. Der Vorrat sollte mindestens eine Woche länger reichen als der geplante Urlaub. Damit können auch unerwartete Probleme beim Rückflug vermieden werden. Es ist wichtig, Medikamente auf dem Flug im Handgepäck mitzuführen, da das Fluggepäck durchaus um Wochen verspätet oder auch überhaupt nicht ankommen kann!

Notfallmedikamente

  • Arzneimittel gegen Erbrechen wie Vomacur©. Diese sollte immer als Zäpfchen mitgeführt werden, da bei Erbrechen ein Saft oder Tabletten nicht erfolgreich eingenommen werden können. Das gilt sowohl für Kinder und Jugendliche. Aber auch für Erwachsene. Die Anwendung von Vomacur© sollte im Kindesalter nur ein einziges Mal pro Tag erfolgen. Erbricht das Kind dann weiter, ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen.
  • Magen-Darm-Erkrankung. Hier ist es wichtig Elektrolyte (also Körpersalze wie Natrium und Kalium) dem Körper zuzuführen, wenn das schlimmste Erbrechen beendet ist. Das geht gut mit Oralpaedon© – einem Pulver, das mit Wasser zu einer idealen Trinklösung gemischt wird.
  • Schmerz- und Fiebermittel wie Paracetamol (z.B. ben-u-ron©) oder Ibuprofen (z.B. Ibuflam©, Nurofen© oder Dolormin©).
  • Für gefährdete Kinder sind antiallergische Medikamente vielleicht wichtig. Dies gilt für schwere Allergien (Tierhaare, Insektengifte) wie auch für Pollenallergien. Hier ist es sinnvoll vor Reiseantritt das Risiko mit dem behandelnden Kinderarzt auszuloten.
  • Sonnenschutzmittel. Der wichtigste Sonnenschutz bleibt der Schatten, die Mütze und ein T-Shirt. Ansonsten sind je nach Reiseland Sonnenschutzmittel mit etwa SF 30 bei Kindern sinnvoll. Diese müssen mehrfach am Tag großzügig aufgetragen werden. Also genügende Mengen einpacken!
  • Je nach Reiseland sind sog. Repellentien wichtig. z.B. um Zecken abzuhalten (Osteuropa) oder Mücken (Südeuropa) oder gar tropische Erkrankungen.
  • Desinfektionsmittel wie Octenisept© sollten immer mitgeführt werden sowie Verbandsmaterial.

Allgemein

  • Fieberthermometer sind gerade bei kleinen Kindern sinnvoll.
  • Medizinische Dokumente (z.B. Impfpass, Allergie- oder Diabetikerausweis)

Im Einzelfall ist es sinnvoll den Kinder- und Jugendarzt in den nächsten Tagen zu kontaktieren, um individuelle (bei speziellen Krankheiten) oder spezifische (bei speziellen Reiseländern) Fragen vor der Reise in Ruhe zu klären.

Kinderkrankheiten (7): Röteln

Die Röteln sind eine Infektionskrankheit, ausgelöst durch das Rötelnvirus. Vor Einführung der Impfung steckten sich fast 90% der Menschen im Kindesalter an. Nach Ansteckung besteht ein lebenslanger Schutz, weswegen die Röteln zu den Kinderkrankheiten zählen. Für das erkrankte Kind ist die Erkrankung eher schwach spürbar. Gefürchtet ist jedoch eine schwere Komplikation, die Rötelnembryopathie.

Krankheitsbild

Durch eine Tröpfcheninfektion tritt nach einer langen Inkubationszeit von 14 – 21 Tagen ein kleinfleckiger Ausschlag (siehe Bild rechts) im Gesicht auf, der sich über den Körper ausbreitet und nach 1-3 Tagen wieder abklingt. Daneben treten teilweise Kopfschmerzen, Temperaturerhöhungen und Schwellungen der Lymphknoten auf.

Komplikationen

Sie sind eher selten und betreffen eher ältere Personen. Hierbei kann es zu Entzündungen der Gelenke (Arthritis), Hirnentzündungen (Encephalitis) oder Herzmuskelentzündungen (Myo- und Perikarditis) kommen.

Erkrankt jedoch eine schwangere Frau an Röteln, so führt dies zu Beginn der Schwangerschaft (erst 8 Wochen) in 90%, im dritten bis sechsten Monat in 25-35% zu einer Infektion des Embryos. Diese kann je nach Zeitpunkt der Infektion zum Spontanabort, zur Frühgeburt oder zur sog. Rötelnembryopathie (congenitales Rötelnsyndrom – CRS) führen. Dies bedeutet für das ungeborene Kind mögliche Fehlbildungen an

  • Herz (offener Ductus arteriosus)
  • Augen (Cataract = grauer Star)
  • Ohren (Taubheit)

die im Verbund als Gregg-Syndrom bezeichnet werden. Die Sterblichkeit für diese Missbildungen liegt bei 15-20%.

Diagnose

Die Diagnose des Röteln-Ausschlages ist teilweise schwierig. So kann in aller Regel eine sichere Diagnose nur durch Labortests erfolgen. Heute ist die Überprüfung einer Abwehr gegen Röteln im Beginn einer Schwangerschaft Standard. Sinnvoller wäre es, dies vor der Schwangerschaft zu prüfen, um noch vorbeugend impfen zu können.

Therapie

Eine ursächliche Therapie gegen Röteln gibt es nicht.

Vorbeugung

Im Wissen um die Schwere und Gefährlichkeit der Rötelnembryopathie steht die Impfung gegen die Röteln im Zentrum der Bemühungen.Diese erfolgt in der Regel als Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln (MMR) ab dem 12. Lebensmonat. Da etwa 5% der Kinder auf die erste Impfung keinen aktiven Schutz entwickeln, ist die zweite Impfung nach dem 15. Lebensmonat enorm wichtig. Diese zweimalige Impfung ist für Mädchen und Jungen wichtig – unverständlicherweise gab es Ärzte, die im Unverständnis der Epidemiologie nur Mädchen gegen Röteln impften.

Für das Jahr 2014 wurden laut Robert-Koch-Institut (RKI) keine Infektionen an Röteln deutschlandweit gemeldet. Man muss aber davon ausgehen, dass viele Erkrankungen wegen ihrer Flüchtigkeit nicht erkannt werden.

Gesichert ist hingegen, dass die Zahl der Rötelnembryopathien massiv zurückging. Seit 2001 wurden insgesamt noch 11 Erkrankungen beim RKI gemeldet.

Bildquelle: www.stuedeli.net

Sicher im Auto

Die Bedeutung von Autounfällen für Kinder ist seit Jahrzehnten bekannt. Trotzdem sind in Deutschland weiterhin jährlich über 10.000 Kinder in PKW-Unfälle verwickelt. Etwa 1200 Kinder erleiden schwere Verletzungen. Die USA konnten die Sterblichkeit für schwere Verletzungen von Kindern im Alter von 1 – 3 Jahren in den letzten 3 Jahrzehnten durch ein Bündel von Maßnahmen um 50% senken.

Erschreckend ist, dass nach den Zahlen des Touringsclub Schweiz (TCS) – das Pendant zum deutschen ADAC – weiterhin jedes 2. Kind im Auto nicht richtig gesichert ist. Noch schlimmer: jedes 14. Kind ist gar nicht angeschnallt. Das ist übrigens in unserer Region nicht anders. Bis heute kommen einzelne Eltern zur Vorsorge in die Praxis und haben ihr Kind nicht angeschnallt vorne auf dem Schoss sitzen.

Natürlich wollen manche Kinder manchmal nicht angeschnallt werden. Es ist aber bekannt, dass die Verwendung von Kindersitzen das Verletzungsrisiko um ein Drittel senken. Das wissen Kinder nicht und sie können es im jungen Alter auch nicht verstehen. Also müssen wir Eltern freundlich und mit Witz  - aber letztlich bestimmt – durchsetzen, dass dem eigenen Kind keine unnötige Gefahr droht und es anschnallen. Immer.

Vor einer Urlaubsreise sollten folgende Fakten nicht vergessen werden:

  • Anschnallen im Auto ist gut für das Kind. Nebenbei sind Rückhaltesysteme für Kinder im Auto gesetzlich vorgeschrieben.
  • Die Nutzung solcher Systeme stellen kein Risiko für die Wirbelsäule dar.
  • aktuell gute Sicherungssysteme können im Heft der Stiftung Warentest (siehe praxisblättle vom Juni 2017) nachgelesen werden. Wenn Sie Interesse haben, wir können Ihnen ältere Exemplare hierzu leihweise zur Verfügung stellen.

Manchmal kann es so einfach sein, Leid, Verletzung oder den Tod zu verhindern. Anschnallen im Straßenverkehr ist eine der effektivsten Maßnahmen.

Säuglinge brauchen spezielles Wasser

Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Und: Bei Kindern stellt es den grössten Anteil ihrer Körpermasse. Der Körper eines Schulkindes besteht zu etwa 60% aus Wasser. Grund genug dafür zu sorgen, dass das Wasser, was wir trinken auch einwandfrei ist.

Grundsätzlich ist das Wasser in Deutschlands Leitungssystem von weltweit einmaliger Qualität. Es ist für alle Menschen von bester Qualität. Nur für Säuglinge, ist die Qualität in wenigen Aspekten nicht ganz ausreichend.

Deswegen gilt für Mineralwässer auch eine besondere Kennzeichnung von Wässern, die zur “Zubereitung von Säuglingsnahrung” geeignet sind. Im neuen Monatsheft der Stiftung Warentest (07/2017) gilt dies für folgende vier Produkte:

  • Netto Marken-Discount Naturalis (Vitalbrunnen)     Preis  0,13 €/ Liter   Note   2.5
  • Real Tip (Erbeskopfquelle)                                                 0,13 €/ Liter             3.5
  • Norma Surf (Vitaqua Quelle)                                              0,13 €/ Liter             3.5
  • Vilsa Brunnen                                                                     0,46 €/ Liter             3.5

In all diesen Mineralwässern waren die erhöhten Anforderungen an den Keimgehalt, an Nitrat und andere Giftstoffe erfüllt.

25 Jahre praxisblättle!

Das praxisblättle feiert in diesem Jahr seinen 25. Geburtstag. In den zwei Duzend Jahren seiner Karriere hat es sich stark gewandelt.

Zu Beginn kam es ab dem Jahre 1992 auf farbigem Papier heraus (siehe die jüngste erhaltene Ausgabe 4.93 rechts im Bild). Das muss damals wohl schick gewesen sein, so genau weiß ich das heute nicht mehr. Auf vier Seiten wurde Themen diskutiert, die von AIDS über die Homöopathie bis zur Einführung der Krankenversichertenkarte (CHIP-Karte) reichten.

Die Erstellung des praxisblättle war sehr aufwendig. Sie fand zwar schon am Computer statt, aber die einzelnen Graphiken mussten damals noch auf die Ur-Exemplare geklebt werden. Danach liefen Kopierer heiß und die Blätter mussten richtig sortiert werden. In den Anfängen wurden 4 Ausgaben pro Jahr erstellt. Die Auflage lag bei etwa 150 Exemplaren.

So vergingen einige Jahre bis das praxisblättle den Interessenten als E-Mail zugestellt wurde, was um die Jahrtausendwende begann. Damals starteten wir, das praxisblättle monatlich zu veröffentlichen. Im ersten Verteiler fanden sich gerade mal 10 Mailadressen. Das waren die Zeiten, als das Fax ganz schick war – und die e-Mail weitgehend unbekannt.

Der Blog, den Sie heute sehen, erschien erstmals am 04. Januar 2013.

Ohne die tatkräftige Unterstützung meiner Kinder wäre das Projekt nicht denkbar gewesen. Sie gaben Anstösse, machten Mut – “ist viel einfacher als Du denkst” und führten die Programmierung durch. Ich habe die Hilfe immer gerne angenommen und brauche sie immer seltener. Ein Glück für Kinder, dass manchmal sogar Eltern lernfähig sind.