Kategorie-Archiv: Kinderkunst

Was geht rum? 05. September 2015

Der Herbst zeigt sich ein wenig, die Vögel machen sich zum Abflug gen Süden bereit wie auf dem Bild, das mir Livia diese Woche schenkte.

Noch dominieren in der Praxis sommerliche Probleme wie starke Lokalreaktionen auf Insektenstiche sowie Hautabszesse. Die Zahl der Mittelohrentzündungen nimmt aber spürbar zu. Dabei fällt auf, dass besonders ältere Kinder und Jugendliche betroffen sind und diese mit schweren Befunden kommen. Ohrschmerzen sind immer heftig und sollten zumindest einmal ärztlich kontrolliert werden, um die Bedeutung besser einschätzen zu können. Die Ohrschmerzen durch Gehörgangsinfektionen sind deutlich seltener geworden.

Kinderkrankheiten traten in dieser Woche nicht auf.

Kinder und Tiere

Für viele Mädchen gibt es nichts schöneres, als ein Pferd zu haben. Diesen Wunsch nach dem starken Tier, das sie pflegen, liebevoll behandeln und ausreiten hegen einige schon sehr früh. Wie die 4 1/2 Jahre alte Luisa, die das wunderbare Bild zu diesem Traum malte.

Sind Tiere für Kinder sinnvoll? Diese Frage wird schon immer diskutiert und heute in aller Regel sehr positiv beantwortet. Laut einer Studie von Prof. Ohr aus Göttingen (2014) überwiegen in Deutschland zwar noch die Haushalte ohne Tierhaltung (62%). Betrachtet man ab der die Haushalte in denen Kinder leben, so zeigt sich, dass die Kleintiere (Meerschweinchen u.a.) zu 48% in Haushalten mit Kindern leben, ebenso Hunde (25.8%) und Katzen (27.1%). Interessanterweise haben Haushalte mit Tierhaltung auch eine höheres Einkommen als jene, in denen keine Tiere leben.

Aus der Sicht eines Kinder- und Jugendarztes hat die Tierhaltung viele Aspekte. Zum einen ist es sicher günstig, wenn Kinder sich um andere Lebewesen, also zum Beispiel um eine Katze kümmern und Verantwortung übernehmen. Das findet allerdings in der Realität nicht allzu oft statt, weil nach wenigen Wochen die anfängliche Begeisterung nachlässt und Eltern die tägliche Arbeit übernehmen. Zum anderen stellen beispielsweise Hunde für Säuglinge und Kleinkinder manchmal eine reele Gefahr dar. Aus unterschiedlichen Gründen – häufig aus Eifersucht – kann es hierbei sogar zu tödlichen Attacken kommen. In Bezug auf Allergien ist die Situation recht komplex. In dieser Hinsicht sind Hunde, die bereits bei Geburt in der Wohnung leben günstig. Katzen hingegen sind eher kritisch zu sehen.

Am besten sind sicher Pferde. Sie leben in Ställen, separat, und haben nur einen geringen Einfluss auf das neuerliche Entstehen von Allergien. Und die meisten Kinder, die sich Pferde wünschen, übernehmen auch die nötige Verantwortung. Durch den engen Kontakt beim Reiten entstehen Beziehungen, die in vielfältiger Weise günstig sind und beispielsweise auch bei seelisch und körperlich behinderten Menschen positive genutzt werden.

Übrigens: Auf dem Lande in Madagaskar ruft die Frage nach Haustieren völliges Unverständnis hervor. Keiner kann sich vorstellen, einen Hund oder eine Katze in der Wohnung zu halten. Dass sie ums Haus herumlaufen, okay. Im Haus sind nachts nur die Hühner erlaubt. Nicht aus Liebe, sondern schlicht, weil sie sonst geraubt oder gerissen würden. So unterschiedlich können Kulturen auch im Jahre 2015 sein.

Was geht rum? 25. Juli 2015

In dieser Woche hat sich die relativ hohe Zahl an Infektionen fortgesetzt. Trotz teils schwüler Hitze hatten einige Kinder hochfieberhafte Infektionen mit Mittelohrentzündungen, andere quälten sich mit Beschwerden einer Sommergrippe. Die Zahl der Magen-Darm-Infektionen ging jedoch zurück.

Scharlach trat nur zweimal auf. Hingegen spielen vereinzelt Kopfläuse wieder eine Rolle.

Sehr erfreut sind wir über die geringe Zahl an Verletzungen und insbesondere darüber, dass keine Verbrennungen bislang auftraten. Schön für die Kinder, wenn es der Umgebung gelingt, solch üble Schäden von Kindern fernzuhalten.

Mal sehen, wie die Hitzebelastungen der kommenden Woche sein werden. Aileen hat uns in ihrem Bild nochmal schön gezeigt, wie wir um den heißen Planeten kreisen. Und die meisten wünschen sich, dass er uns auch zeigt, welche Energie er hat. Die allermeisten Kinder und Eltern lieben das heiße Wetter!

 

Was geht rum? 21. Februar 2015

Zur Zeit sind immer noch viele Kinder beim Arzt. Liana hat hierzu ein schönes Bild gemalt: Der Arztbesuch beim Kinderarzt Dr. Wolff (siehe nebenstehendes Photo).

Die Grippewelle ist weiter in vollem Schwung. Die Erkrankung an Influenza verläuft in dieser Saison zwar eher leicht. Das bedeutet jedoch, dass sie trotzdem sehr unangenehm ist und in aller Regel länger als die üblichen 5-7 Tage anhält. Influenza ist eben eine schwere Erkrankung, die mit einem banalen Infekt nicht verwechselt werden darf. Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Die Zahl der Erkrankungen hat über die Woche leicht abgenommen. Der “Fasneteffekt” – dass also die richtige Infektwelle erst nach der Fasnet einsetzt – scheint also nicht einzutreten.

Neben der Influenza gibt es Erkrankungen mit Enteroviren, die als Mundfäule oder Hand-Fuß-Mundkrankheit ablaufen.

Kinderkrankheiten haben wir nicht gesehen.