Kategorie-Archiv: Was geht rum?

Was geht rum? 25. März 2017

Bald beginnt der April. Nach trüben Tagen mit dicken Wolken am Himmel beglücken uns wieder frühsommerliche Temperaturen. Das ist auch das Lieblingswetter der Zecken. Also abends wieder die Kinder untersuchen, ob sie nicht noch Gäste ins Haus gebracht haben. Und: alle, die sich schon immer gegen FSME impfen wollten: Jetzt ist spätestens der Moment gekommen, wenn das noch in diesem Jahr schützen sollte.

Bei den Infekten wenige Neues. Sie haben sich auf dem Vorwochenniveau gehalten. Es kamen nur wenige Mittelohrentzündungen hinzu. Weiterhin mäßiges Auftreten von Streptokokkeninfektionen (vereinzelt mit Ausschlag = Scharlach). Erstmals wieder Häufung von Herpangina. Das sind Entzündungen der oberen Atemwege mit typischem Muster, das auf ihre Verursachung durch Coxsackie-Viren hinweist.

Für alle Reisenden sei nochmal auf das Risiko der Malaria hingewiesen. Gerade gab es eine massive Häufung in Namibia, wo es erfahrungsgemäß viele deutsche Urlauber hinzieht. In Europa (Belgien, Italien) gab es neuerliche Ausbrüche von Masern. Eine zweimalige Impfung ist ein nahezu perfekter Schutz, so dass man keine Angst haben muss in diese Länder zu reisen.

Was geht rum? 18. März 2017

Mit den ersten Frühlingsboten sind auch die Infekte nochmals zurückgegangen. Die Atemwegsinfekte mit Mittelohrentzündungen sind selten geworden, Husten als Problem ist nach vielen Monaten wieder in die zweite Reihe gerückt.

Streptokokkenerkrankungen – also auch der Scharlach – haben den ersten Platz eingenommen. Diese Infektionen verlaufen nicht so stark wie noch vor 10-20 Jahren, sondern können teilweise mit nur schwach ausgeprägten Symptomen auftreten. Auch eine antibiotische Therapie ist nicht in jedem Krankheitsfall geboten.

Mit dem Frühjahr kommen auch wieder die Zecken. Jetzt ist bald wieder die Zeit, wo die FSME oder die Borreliose auftreten kann. Wer sich für eine Impfung gegen FSME entschieden hat, muss sie jetzt durchführen. Warum das schon für Schulkinder sinnvoll sein kann, können Sie gerne nochmal im praxisblättle vom letzten Oktober nachlesen.

An diesem Wochenende wäscht der Regen die Pollen aus der Luft. Allergiker gegen Hasel- und Erlenpollen können aufatmen. Aber schon nächste Woche geht es weiter. Hier im oberen Linzgau werden die Haselpollen frisch getränkt wieder antreten, in tieferen Lagen kommen dann schon die Pollen der Pappeln zum Zuge.

Was geht rum? 11. März 2017

In der vergangenen Woche setzten sich die Atemwegserkrankungen fort. Bei Kleinkindern sind häufig Mittelohrentzündungen damit verbunden.

Neu hinzu kamen – meist eitrige - Bindehautentzündungen.

Ab kommender Woche ist das Parkhaus für Sanierungsarbeiten bis Ende Juli voll gesperrt. Bitte weichen Sie auf die umliegenden Parkplätze aus.

Eben zurück vom Kongress der amerikanische Allergologen (AAAAI) in Atlanta. Und immer wieder begeistert und erstaunt, wie viel die Medizin alleine im Sektor Allergologie / Immunologie in einem einzigen Jahr an Erkenntnis gewinnt. Es bleibt spannend und erhellend. Und Sie nehmen beim Lesen des praxisblättle direkt daran teil. Mehr dazu in den kommenden Tagen.

Was geht rum? 04. März 2017

Nach der Fasnet ging die Zahl der Infekte kaum nach oben. Wir können also hoffen, dass wir das Schlimmste hinter uns haben.

Neuerkrankungen an Influenza traten in der letzten Woche nicht mehr auf, ebenso auch keine Kinderkrankheiten.

Im Vordergrund stehen im Moment die Mittelohrentzündungen, die vorwiegend Klein- und Schulkinder betreffen. Viele davon sind eitrig. Auch die Tendenz zur Perforation – also zum Platzen – des Trommelsfells ist groß. Das ist nicht unbedingt schlimm, sonder nimmt den Kindern den Ohrdruck -also den grössten Teil des Schmerzes – und macht eine einfachere und gezieltere Therapie möglich.

Noch ist es draußen trübe und nass, unser Blick durchs Fenster bleibt oft an Regentropfen hängen. Trotzdem: in 3 Wochen beginnt bereits der Frühling und mit ihm werden die Pollen Ihren Flug verstärkt fortsetzen. In unserer Region waren Hasel- und Erlenpollen bereits am Fasnachtssonntag aktiv, getragen von einem Südwestwind.

Was geht rum? 25. Februar 2017

Die Grippewelle hat sich in den letzten Tagen leicht abgeschwächt fortgesetzt. Dabei ist die Schwere der Erkrankungen geringer. Die Zahl der Neu-Erkrankungen ist aber kaum zurückgegangen.

Hinzu kamen einzelne Kinder und Jugendliche mit schwerer Angina. Die Ursache hierfür ist nicht ganz klar, wobei eine Streptokokkenangina und ein Pfeiffer’sches Drüsenfieber jeweils ausgeschlossen werden konnten.

Wie schon in der Woche zuvor trat auch in dieser Woche wieder die Kinderkrankheit Scharlach auf.

Die Pollenallergien haben schon vor 2 Wochen ein Comeback gefeiert. Der Schmutzige Dunschtig war der letzte Pollenflugtag. In den kommenden Tagen ist immer wieder damit zu rechnen, wenn die Temperaturen hoch gehen und ein Südwestwind die Pollen auch aus wärmeren Gegenden zu uns wehen wird. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um die Hasel- und Erlenpollen. Pollenallergiker sollten sich vorsorglich mit den vertrauten Medikamenten eindecken, um nicht am Rosenmontagsumzug schniefend mitlaufen zu müssen.

Am Rosenmontag bleibt die Praxis geschlossen. Es vertreten uns Frau Hummel in Sigmaringen und Dr. Michael Steiner mit Team in Bad Saulgau.

Nun machen wir weiter mit der Fasnet. Das gesamte Praxisteam wünscht Ihnen und Ihren Kindern gute Gesundheit, gute Laune und Spaß mit den Hänsele, Schalweibern und Hexen von Pfullendorf.

Was geht rum? 18. Februar 2017

Die Grippewelle rollt weiter. Die Erkrankungen an Influenza haben jedoch nicht die Heftigkeit der letzten Jahre. Dennoch, sie treffen viele Kinder und Jugendliche sowie deren Familien schwer. Die Influenza ist – das wird oft nicht bedacht – eine Krankheit, die die stärksten Leute umhaut. Anders als normale Infekte mit Husten und Schnupfen zwingt sie Menschen ins Bett, die andere Infekte locker ertragen. Einzelne Verläufe sind auch mit Komplikationen verbunden. Insofern raten wir zu einer ärztlichen Untersuchung, um die Schwere der Influenza im Einzelnen abschätzen zu können.

Neben der Influenza gibt es viele Kinder, im im Rahmen eines “normalen” Racheninfektes an Mittelohrentzündung erkrankt sind. Diese sind oft rasch auftretend, so dass viele Kinder mit bereits geplatzten Trommelfellen vorgestellt werden. Das ist medizinisch nichts schlimmes, sollte aber wegen einer weiteren Therapie ärztlich kontrolliert werden.

Nach längerer Zeit trat wieder einmal Scharlach auf – sogar bei einem Kind, das gerade erst 3 Jahre alt geworden war. Einzelne Streptokokkenerkrankungen (gleicher Erreger wie bei Scharlach, aber ohne Ausschlag) waren ebenfalls zu beobachten.

Die Zahl der Kinder und Jugendlichen mit Verdacht auf Pfeiffer’sches Drüsenfieber steigt langsam an. Durch die lange Inkubationszeit rechnen wir noch mit weiteren Erkrankungen.

Was geht rum? 11. Februar 2017

Die Influenza ist mit aller Wucht nun seit 10 Tagen im oberen Linzgau unterwegs. In einigen Schulklassen sind weniger als die Hälfte der Schüler anwesend und auch viele Lehrer hüten das Bett. Jetzt ist wieder die Zeit von Möchtegern-Wahrsagern, die mit wilden Gerüchten die Stimmung anheizen. Die Influenza – das ist seit über 100 Jahren klar – kommt bei uns immer um diese Jahreszeit vor. Wie heftig und wie lange sie bleibt konnte bislang niemand voraussagen. Da helfen auch keine Würfel. Es sei denn, am Bett eines Kranken, um ihn abzulenken.

Die einfachen Racheninfekte werden im Gegenzug weniger. Damit gingen in der letzten Woche auch die Mittelohrentzündungen zurück. Aber schon gestern, am Freitag, erkrankten erneut über Nacht viele Klein- und Schulkinder an akuter Mittelohrentzündung.

In die Diskussion um den kinderärztlichen Notdienst hat sich nun die Politik eingeschaltet. Leider stehen dann nicht immer Sachargumente im Vordergrund. Sicher ist, dass eine Kinderklinik in Sigmaringen eine sinnvolle Sache wäre. Die wird vermutlich kaum durchsetzbar sein. Ein Notdienst in Albstadt – wie zuletzt gefordert – ist für die Pfullendorfer jedoch keine Alternative. In Singen ist der kinderärztliche Notdienst an die fachlich bestens aufgestellte Kinderklinik angegliedert. Dort können Eltern sicher sein, dass im Notfall alles medizinisch Notwendige gemacht wird, um dem akut erkrankten Kind zu helfen.

Für alle Reisenden nach Rumänien: Dort sind in den vergangenen vier Monaten 2165 Erkrankungen an Masern aufgetreten (in 2015 nur 15 Fälle insgesamt). Von den Erkrankten starben 12 Personen. Bitte bei Reisen nach Rumänien auf einen guten Impfschutz gegen Masern achten.

Was geht rum? 04. Februar 2017

Die Infektwelle mit Atemwegsinfekten geht weiter. Betroffen sind alle Altersgruppen, wobei Säuglinge und Kleinkinder vorwiegend von einer Mittelohrentzündung geplagt werden, während die Schulkinder öfter asthmatische Beschwerden haben. Die Influenza (echte Grippe) ist in unserer Region angekommen und hat gestern rasant zugelegt. Betroffen sind alle Altersgruppen. Nur Säuglinge sind selten betroffen, sie werden von den RS-Viren heimgesucht, die mindestens ebenso schlimme Krankheitsbilder machen. Dadurch wurden in der letzten Woche einzelne stationäre Behandlungen erforderlich.

Kinderkrankheiten sind im Moment keine im Umlauf. Auch die Windpocken scheinen in den Startlöchern steckengeblieben zu sein.

… und denken Sie bitte an die neue Notdienstnummer der Kinder- und Jugendärzte:

0180 60 77 312

der Notfallpraxis in Singen (siehe praxisblättle vom 01. Februar 2017). Die bisherige Notdienstnummer hat keine Gültigkeit mehr.

Was geht rum? 28. Januar 2017

Nach einigen Wochen Ruhepause haben die Zahl der Infekte wieder Fahrt aufgenommen. Die Infektwelle ist angekommen. Führend – wie immer im Winter – sind Atemwegsinfekte. Dabei fällt auf, dass viele Kinder mit Infektasthma eine deutliche Verschlechterung erfahren und Inhalationen im Moment besonders wichtig sind. Die Gruppe der kranken Kleinkinder ist zu großen Teilen von Mittelohrentzündungen betroffen. Unter diesen sind typische virale Otitiden (Mittelohrentzündungen), die kein Antibiotikum benötigen und auch einige Reizungen den Trommelfells (Myringitis), die zwar schmerzhaft sind, aber ebenfalls ohne Zusatznutzen aus einem Antibiotikum. Manchmal wünscht man sich ein paar starke Ritter, die die Krankheiten abwehren helfen.

Die Influenza (Grippe) hat sich weiter ausgebreitet. Eine echte Grippewelle besteht aber in unserer Region nicht.

Der Krupphusten ist weiterhin häufig und betrifft alle Altersgruppen vom Säugling bis zum 13-jährigen Jugendlichen. Für weitere Informationen lesen Sie nochmals im praxisblättle vom Oktober 2016 nach.

Eine Erkrankung an Mononukleose (Pfeiffer’sches Drüsenfieber) trat in der vergangenen Woche auf. Dabei steht häufig eine kräftige Angina und hohes Fieber über mehr als 5 Tage im Vordergrund.

Was geht rum? 21. Januar 2017

Die Infekte verharren weiterhin auf gleichem Niveau. Im oberen Linzgau stehen noch immer die oberen Atemwegsinfekte mit Mittelohrentzündungen im Vordergrund.

Daneben treten häufiger auch Lungenentzündungen auf. Diese sind stark gehäuft bei Kindern und Jugendlichen mit obstruktiver Bronchitis oder Infektasthma.

Mitte der Woche bestand bei einer Jugendlichen der dringende Verdacht auf eine Influenza (Grippe), die labortechnisch nicht untersucht wurde. Die in der Presse berichtete “Grippewelle” ist bislang bei uns nicht angekommen. Die Karte rechts zeigt die Häufigkeit der Atemwegsinfekte, mitgeteilt von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Dabei stellen blauen Flächen Regionen mit wenig Aktivität, die roten solche mit starker Aktivität dar. Demnach scheint die Grippewelle in Freiburg sowie im Markgräflerland angekommen zu sein.

Die Zahl der Hautprobleme nehmen in den letzten Wochen zu. Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis bekommen in Anbetracht der trockenen Innenraumluft zunehmend Beschwerden mit Ekzem und dessen Juckreiz. Sonnen tut gut, nur haben wir jetzt davon etwas wenig. Da wäre ein Flug in den Süden eine wunderbare Hilfe, die jedoch den meisten von uns nicht vergönnt ist. Für die betroffenen ist es wichtig, die Haut bis in den April hinein sorgfältig einzucremen, um den möglichen Schub einer Entzündung der Haut zu verhindern.

Magen-Darm-Infektionen spielten eine untergeordnete Rolle.

In der gesamten Woche wurden keine neuen Erkrankungen mit Windpocken vorgestellt.