Kategorie-Archiv: Was geht rum?

Was geht rum? 21. Januar 2017

Die Infekte verharren weiterhin auf gleichem Niveau. Im oberen Linzgau stehen noch immer die oberen Atemwegsinfekte mit Mittelohrentzündungen im Vordergrund.

Daneben treten häufiger auch Lungenentzündungen auf. Diese sind stark gehäuft bei Kindern und Jugendlichen mit obstruktiver Bronchitis oder Infektasthma.

Mitte der Woche bestand bei einer Jugendlichen der dringende Verdacht auf eine Influenza (Grippe), die labortechnisch nicht untersucht wurde. Die in der Presse berichtete “Grippewelle” ist bislang bei uns nicht angekommen. Die Karte rechts zeigt die Häufigkeit der Atemwegsinfekte, mitgeteilt von der Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI). Dabei stellen blauen Flächen Regionen mit wenig Aktivität, die roten solche mit starker Aktivität dar. Demnach scheint die Grippewelle in Freiburg sowie im Markgräflerland angekommen zu sein.

Die Zahl der Hautprobleme nehmen in den letzten Wochen zu. Kinder und Jugendliche mit Neurodermitis bekommen in Anbetracht der trockenen Innenraumluft zunehmend Beschwerden mit Ekzem und dessen Juckreiz. Sonnen tut gut, nur haben wir jetzt davon etwas wenig. Da wäre ein Flug in den Süden eine wunderbare Hilfe, die jedoch den meisten von uns nicht vergönnt ist. Für die betroffenen ist es wichtig, die Haut bis in den April hinein sorgfältig einzucremen, um den möglichen Schub einer Entzündung der Haut zu verhindern.

Magen-Darm-Infektionen spielten eine untergeordnete Rolle.

In der gesamten Woche wurden keine neuen Erkrankungen mit Windpocken vorgestellt.

 

Was geht rum? 14. Januar 2017

Auch in der letzten Woche waren glücklicherweise eher wenig Infekte zu beobachten. Die durch das Norovirus ausgelöste Magen-Darm-Grippe hat sich nun verabschiedet. Jetzt gibt es die jahreszeitlich üblichen Winterinfekte mit Fieber, Halsweh und Husten.

Inzwischen traten weitere Erkrankungen an Windpocken auf. Eine davon in Pfullendorf. Das Mädchen hatte sich bei dem ersterkrankten Kind angesteckt. Eine weitere ohne Kontakt zu den ersten beiden erkrankte in der Region Ostrach. Wie im letzten praxisblättle beschrieben, vermag eine erste Impfung zu etwa 65% zu schützen; erst die zweite Impfung – die allerdings vor 10 Jahren noch nicht eingeführt war – führt zu einem Schutz von mehr als 90%. Überprüfen Sie also ggf. den Eintrag im Impfbuch Ihrer Kinder oder fragen Sie bei uns nach.

Am kommenden Mittwoch, 17. Januar 2017 werde ich einen Vortrag halten zum Thema: “Afrika – eine ehrliche Zusammenarbeit am Beispiel des Vereins credimus e.V.“.  Wenn Sie Lust haben, in diese schwierige und heikle Diskussion um die Hilfe für die Armen einzusteigen, lade ich Sie herzlich ein mit mir zu diskutieren. Der Vortrag findet im Dienstleistungszentrum, Franz-Xaver-Heilig-Straße 6, 88630 Pfullendorf um 19:00 Uhr statt.

Was geht rum? 07. Januar 2017

Das stabile Winterwetter der letzten Tage war für die Kinder und Jugendlichen der Region günstig. Die Zahl der Infekte stieg nicht weiter an.

Weiterhin führend waren Infekte der oberen Atemwege mit einer Mittelohrentzündung sowie der Infektkrupp. Die Magen-Darm-Infektionen mit Norovirus gingen zuletzt spürbar zurück.

Nach dem Auftritt einer Windpockenerkrankung vor Sylvester kam es bislang zu keiner neuen Erkrankung.

Was geht rum? 31. Dezember 2016

Heute Nacht geht das alte Jahr zu Ende. Die Enten schwimmen weiter auf den letzten eisfreien Stellen des Stadtsees. So viel Eis wie die Enten rechts im Bild werden sie vermutlich im Winter nicht mehr erleben.

In den letzten Wochen hat es uns nochmals die häufigsten Krankheiten vorgeführt: Durchfallserkrankungen und Atemwegsinfektionen.

Die Atemwegserkrankungen stehen im Moment im Zentrum. In der Gruppe der Säuglinge treten dabei oft eine obstruktive Bronchitis, bei den Kindergartenkindern eine Mittelohrentzündung auf. Auch die Schulkinder werden oft von Komplikationen geplagt. Dort ist es meist eine Bronchopneumonie (Lungenentzündung), während eine schwere Lungenentzündung (Pneumonie) nur einmal auftrat. Bei letzterer ist ein ganzer Lungenlappen von der Entzündung betroffen. Husten ist am ersten Tag dieser Erkrankung eher selten. Die Schwere der Erkrabkung fällt Eltern zumeist durch die Müdigkeit, das hohe Fieber und das enorme Schlafbedürfnis auf.

Wieder einmal sind die Windpocken (Varizellen) aufgetaucht. Erkrankt ist ein Kind unter 1 Jahr aus Pfullendorf. Da die erste Impfung erst zum ersten Geburtstag erfolgt, war dieses Kind noch nicht geimpft. Im Gegensatz zu seinen Geschwistern, die keine Erkrankung erwarten müssen.

Was geht rum? 24. Dezember 2016

Heute soll ein ganz besonderer Weihnachtsbaum den hohen Festtag einleiten. Ein “Unkraut” im Pfullendorfer Neidling, das von Spinnennetzen umrankt, vom Frost sichtbar und von einer begabten Künstlerin hübsch gemacht wurde. Frohe Weihnachten!

Infektionen gibt es leider auch an so hohen Festtagen. Manche glücklichen Kinder fiebern dem Christkind entgegen, andere plagt das Fieber, weil sie eine Atemwegsinfektion haben. Diese trifft im Moment vorwiegend Kleinkinder und ist häufig von einer Mittelohrentzündung begleitet.

Das Norovirus lässt nicht locker. Es erfasst Familie um Familie. Und viele Personen, die vermeintlich die Krankheit überstanden haben erkranken nochmals mit ähnlichen Symptomen, jedoch abgeschwächt. Verläufe von 5-7 Tagen im Rhythmus einer Achterbahn  sind nicht selten. Wenn Erbrechen auftritt bitte die Ratschläge beachten, die im praxisblättle vom 17. Dezember nachzulesen waren.

Für alle, die es über die Feiertage in ferne Länder zieht: Es gibt noch viel schlimmere Erkrankungen auf dem Globus zu beachten: in Kenia gibt es weiterhin Cholera (je nach Reisetyp ist eine Impfung zu empfehlen), in Italien sind vermehrt Fälle von Meningokokken Serotyp C in der Region Florenz aufgetreten (Impfschutz einfach und gut machbar), in Südosten von Madagaskar (Region Atsimo-Atsinanana) sind Menschen an der Beulenpest erkrankt (bislang 32 Tote), in Rumänien gibt es seit November einen Masernausbruch, in den asiatischen Ländern weiterhin viele Erkrankungen an Dengue-Fieber.

Die Praxis bleibt über die Feiertage geschlossen. Von Dienstag (27.12.) bis Donnerstag (29.12.) sind wir wieder für Sie da.

Was geht rum? 17. Dezember 2016

Morgen ist der vierte Advent und bis zum Heilig Abend sind es noch immer sieben Tage.

Nach einer Woche mit vielen und heftigen Erkrankungen an Infektkrupp, sind diese Infekte seit Tagen weniger geworden.

Die Zahl der Erkrankungen an Noroviren – die ja die ganze Republik betreffen – ging zu Beginn der Woche endlich zurück, kam aber am Donnerstag und Freitag mit Macht wieder zurück. Ärgerlich ist, dass diese Infektion zu Beginn mit heftigem Erbrechen auftritt und dass die Magen-Darm-Verstimmung – mit einigen Pausen – durchaus eine Woche anhalten kann. Gut ist, dass stationäre Behandlungen kaum erforderlich sind. Zur Therapie sind folgende Faktoren zu beachten:

  1. wichtig ist nach dem Erbrechen, löffelweise (!) dem Kind und Jugendlichen ein gesüßtes Getränk anzubieten
  2. das ist idealerweise eine Elektrolytlösung (Oralpaedon©) oder ein gesüßtes Getränke wie Apfelschorle ohne Kohlensäure (Apfelsaft: 1 Teil + Wasser: 3 Teile).
  3. Wenn 100-200 ml getrunken wurden, können auch andere – weiterhin gesüßte – Getränke angeboten werden. Danach kann mit dem Essen begonnen werden. Zunächst immer in kleinen Mengen. Eine Diät braucht nicht eingehalten zu werden.
  4. Arzneimittel gegen das Erbrechen sind selten von Nöten: Vomex© und Vomacur© sind im Notfall als Zäpfchen geeignet. Es sollte nur eine einzige Anwendung am tag erfolgen; bei erneutem Erbrechen sollte ein Arzt oder das Krankenhaus aufgesucht werden.
  5. Bitte vermeiden Sie bei Kindern den “einladenden” Brecheimer und die Frage “Musst Du noch brechen?”. Brechreiz liegt ohnehin vor und Ablenkung durch Geschichten vorlesen ist eine wesentlich nettere Unterstützung des geplagten Kindes.

Andererseits sind die Neuerkrankungen der Kleinkinder mit Racheninfekt und häufigen Mittelohrentzündungen spürbar mehr geworden.

Zweimal trat Scharlach auf. Beide Kinder fühlten sich pudelwohl, obwohl die Diagnose klar war. Eines hatte bereits ein Geschwisterkind angesteckt, das am Folgetag mit Fieber und Halsschmerz mit einer Streptokokkenangina (also ohne den typischen Ausschlag) vorgestellt wurde.

Die Influenza (Grippe) trat bislang noch nicht auf.

Seit einer Woche haben wir einen erheblichen Personalengpass. Aus diesem Grunde können wir das Angebot, an allen Werktagen über die Feiertage für sie da zu sein, nicht aufrecht erhalten. Unsere Praxis bleibt an folgenden Tagen geschlossen: 23.12.2016 und 30.12.2016. Wir hoffen auf Ihr Verständnis.

Was geht rum? 10. Dezember 2016

Mit Wucht hat sich die Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis) in dieser Woche wieder auf Platz 1 zurückgemeldet. Der Haupterreger scheinen die Noroviren zu sein, die bekanntermaßen sehr infektiös und für kurze, aber heftige Verläufe bekannt sind. Schulkinder und ganz besonders Jugendliche sind die Leidtragenden. Säuglinge sind kaum betroffen.

Ab Mitte der Woche nahmen die Infekte mit Infektkrupp rasant zu. Alle Eltern, deren Kinder schon mal einen “Kruppanfall” hatten, sollten überprüfen, ob ein Notfallmedikament (z.B. Rectodelt© Supp, Infectodexakrupp©) zuhause vorrätig ist. Im Übrigen ist gerade an so kalten Tagen wichtig, dass die Luft in der Wohnung nicht zu sehr aufgeheizt wird. Im Schlafzimmer sind Temperaturen um die 17° Celsius sinnvoll.

Seit langem waren wieder zwei Scharlacherkrankungen zu beobachten. Beide Kinder wiesen nur den typischen Ausschlag und die entsprechenden Auffälligkeiten der Mandeln (Tonsillen) auf. Ansonsten waren sie fieberfrei und fühlten sich wohl. Ansteckungen sind unter solchen Bedingungen leichter, so dass mit mehr Erkrankungen gerechnet werden muss.

Bei all den unangenehmen Krankheiten sei nochmals an die Influenza (“Grippe”) erinnert, die in ihrer möglichen Gefährlichkeit gerne unterschätzt wird. Impfungen sind weiterhin sinnvoll. Lassen Sie sich gerne bei uns beraten, wenn Sie unsicher sind.

Was geht rum? 03. Dezember 2016

Mit Beginn dieser Woche haben die Zahl der Infekte nochmals deutlich angezogen. Die Magen-Darm-Infektionen kamen mit Schwung zurück und führten zu heftigem Erbrechen besonders bei den Schulkindern. Durch rechtzeitige Flüssigkeitszufuhr (z.B. mit Oralpaedon©) konnte der Verlauf rasch gestoppt werden. In einigen Fällen konnten Noroviren nachgewiesen werden, einmalig auch Salmonellen.

Auch die Atemwegsinfekte setzten ihren Marsch fort. Die Mittelohrentzündungen blieben in etwa gleich, vereinzelt traten Lungenentzündungen auf, die jedoch problemlos zu behandeln waren.

Kinderkrankheiten waren keine festzustellen.

In den vergangenen Wochen haben wir einige Patienten bereits gegen die Grippe (Influenza) geimpft. Diese Erkrankung tritt praktisch immer frühestens im Dezember, aber meist im Januar bis März auf. Deswegen sind Impfungen weiterhin sinnvoll und möglich.

Was geht rum? 26. November 2016

Die Infekte der letzten Woche habe sich auch in der jetzigen Woche fortgesetzt. Allen voran der Virusinfekt, der mit leichter Verschwellung des Rachens einhergeht und heftige Kopfschmerzen verursacht. Betroffen sind vorwiegend Grundschulkinder.

Die Zahl der Mittelohrentzündungen haben weiter zugenommen. In den meisten Fällen ist die Krankheit selbstlimitierend, so dass nur die kurzfristige Gabe von (asureichend !) Schmerzmittel erforderlich ist. Eine ärztliche Untersuchung sollte klären, ob Antibiotika sinnvoll sein könnten. Dies gilt insbesondere für Kleinkinder unter 3 Jahren.

Im Raum Bonn / Köln sind in den letzten Tagen über 100 Erkrankungen an einer schweren Bindehautentzündung durch Adenoviren (“Conjunctivitis epidemica“)aufgetaucht. Diese Erkrankung ist sehr unangenehm, weswegen bei Reisen mit Kindern in diese Region momentan Vorsicht geboten ist.

Rechtzeitig zum ersten Advent und dem Beginn der Weihnachtsmärkte, suchen kühle Nordwinde unsere Region heim. Also bitte schöne dicke Schuhe anziehen, damit die Eltern nicht so viel Glühwein trinken müssen.

Was geht rum? 19. November 2016

Das Herbstwetter der letzten Wochen hat nur zu einer leichten Zunahme der Infekte geführt. In den letzten Tagen waren jedoch erstaunlich viele akute Mittelohrentzündungen festzustellen und Krupphusten bei den Kleinkindern.

Kinderkrankheiten sind uns für den Oberen Linzgau nicht bekannt.

Ab jetzt beginnt die Zeit, in der die Durchführung von Grippeimpfungen (Influenza) sinnvoll sind. Sollten Sie Patient (oder deren Eltern) unserer Praxis sein, so können Sie sich gerne melden und einen Termin hierfür vereinbaren.

Und nun noch ein Angebot in eigener Sache für junge Menschen, die eine Ausbildung anstreben. Lust auf eine dynamische Herausforderung? Wir suchen zum 01. September 2017 eine Verstärkung für unser Praxisteam. Du kannst bei uns eine Ausbildung zur medizinischen Fachangestellten antreten, die drei Jahre dauert. Während dieser Zeit arbeitest Du in unserem Team und erlebst die vielfältigen Anforderungen, die eine Arbeit mit Kindern und Eltern mit sich bringt. Manchmal durchaus anstrengend, aber immer wieder witzig und fast nie langweilig. Weil Kinder bei uns im Zentrum stehen und uns mit ihrer Unbeschwertheit aufmischen, gibt es auch immer viel zu lachen. Und dennoch machen wir eine ernsthafte Arbeit. Aber eben so locker wie möglich, weil sich Kinder wohl fühlen sollen, wenn wir für sie da sind. Wenn Du Dir das vorstellen könntest, melde Dich bitte schriftlich bei Dr. Jörg Niethammer, um einen Bewerbungstermin zu vereinbaren.