Kategorie-Archiv: Was geht rum?

Was geht rum? 24. Juni 2017

Der Sommer zeigt sich von seiner wunderbaren Seite. Da mögen viele Menschen unter der Hitze stöhnen, aber frische Infektionen sehen wir kaum mehr. Zum Glück ist auch die Welle mit der Mundfäule fast zu Ende. Bei diesem Wetter Fieber zu haben und kaum schwitzen zu können – was viele Kinder betrifft – ist sehr unangenehm. Ein lauwarmer (!) mit Wasser getränkter Waschlappen kann da sehr hilfreich sein. Die Haut sollte nach dem Abreiben aber nicht abtrocknet werden (Verdunstungskälte).

Verletzungen stehen im Vordergrund der momentanen Arztbesuche. Manche Wunden sind entzündet – auch Bakterien lieben die Feuchtigkeit und Wärme. Wunden sollten soweit möglich “luftig” gehalten werden. Nach einer Wundreinigung mit Octenisept© sind weitere Maßnahmen bei Schürfungen und kleinen Verletzungen meist nicht nötig. Der trockene SWchorf ist der beste Verband kleiner Wunden. Von Heilsalben geht kein Heil aus.

Momentan ist auch die Zeit der Zecken. Deswegen stellen wir im Folgenden einen ausführlichen Beitrag aus DocCheck (vom 13. Juni 2017) zum Thema FSME vor. Darin werden viele wichtige Aspekte dargestellt, die in der Diskussion meist untergehen. Es lohnt sich also durchaus, den langen Absatz zu lesen – viel Spaß: In den beiden Bundesländern mit der größten FSME-Erkrankungshäufigkeit, Baden-Württemberg und Bayern, liegt die Inzidenz bei Kindern unter fünf Jahren und ist bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 15 und 29 Jahren mit 0,5–0,6 Erkrankungen pro 100.000 Einwohnern im Jahr am niedrigsten. Bei Kindern im Alter von 5–14 Jahren wird sie mit 0,9–1,0 Prozent angegeben.

Was noch entscheidender ist: In den allermeisten Fällen verläuft die Erkrankung bei Kindern glimpflich. Nur bei etwa zwei Prozent der Erkrankten werden laut RKI bleibende neurologische Folgeschäden beobachtet. Die Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind in einem stark betroffenen Gebiete eine Erkrankung mit anschließendem neurologischen Folgeschaden erleidet liegt dadurch bei 1 bis 2 zu 10 Millionen.

Selbst wenn man davon ausginge, dass die Impfung die Hälfte aller Fälle verhindert (die durchschnittlichen Durchimpfungsraten bei Schulanfängern liegen bei ca. 30 Prozent), läge das Risiko also bei 1 bis 2 zu fünf Millionen. Schwere Verläufe ohne Langzeitfolgen kommen mit einer Wahrscheinlichkeit von 1 bis 2 zu 800.000 vor, wenn man die Angaben des RKI hochrechnet.

Demgegenüber stehen die Risiken der Impfung mit inaktiviertem Virus. Leichtere Nebenwirkungen wie Fieber sind recht häufig – es tritt bei ungefähr zehn Prozent aller Geimpften auf, Schüttelfrost bei ein bis zehn Prozent. Laut Fachinformation von FSME-Immun© Junior (Pfizer) wurden nach der Markteinführung zudem folgende schwerwiegendere Nebenwirkungen mit einer Häufigkeit von bis zu 1 von 1.000 berichtet: allergische Reaktionen, neurologische Symptome wie Gesichtslähmungen, vollständige Lähmungen, Nervenentzündungen, entzündliche Erkrankungen des Gehirns, Krampfanfälle mit und ohne Fieber und weitere.

Encepur© Kinder (Glaxo Smith Kline) listet in der Fachinfo mit einer Wahrscheinlichkeit von seltener als 1 zu 10.000 unter anderem auf: allergische Reaktionen mit krampfartiger Verengung der Atemwege und Kreislaufstörungen, eine vorübergehende Abnahme der Blutplättchen, Sehstörungen. Es wird außerdem darauf verwiesen, dass nach der Impfung Erkrankungen des zentralen oder peripheren Nervensystems, einschließlich aufsteigender Lähmungen bis hin zur Atemlähmung (z.B. Guillian-Barré-Syndrom) aufgetreten sind. Auch in der Beilage von FSME-Immun verweist man auf das Auftreten des Guillian-Barré-Syndroms.

FSME 2-001

FSME-Karte mit Inzidenzen © Robert-Koch-Institut

In beiden Fällen fehlt eine Häufigkeitsangabe, bei Encepur ist von Einzelfällen die Rede. Doch das sind gefährlich verlaufende kindliche FSME- Erkrankungen eben auch. Selbst wenn die Impfung Kinder für drei oder später für fünf Jahre schützt, bleibt das Nutzen-Risiko-Verhältnis alles andere als eindeutig.

In der Datenbank des Paul-Ehrlich-Instituts belegt die FSME-Impfung bei den Nebenwirkungen den vierten Platz unter den Impfstoffen, mit knapp 4.300 gemeldeten Verdachtsfällen. Eine Cochrane Review von 2009 hat bei drei Impfstoffen (darunter FSME-Immun und Encepur Kinder) keine ernsten oder gefährlichen Nebenwirkungen festgestellt. Hierfür wurden Studien mit 8.184 Teilnehmern ausgewertet, darunter nur 1.598 Kinder. Die Autoren hatten deshalb auch eine genauere Langzeitbeobachtung der Nebenwirkungen empfohlen.

Liegen dem RKI andere Zahlen vor, die den Mehrwert einer Impfung von Kindern plausibel machen? Es gebe ihres Wissens nach „keine umfassende Analyse hinsichtlich der Häufigkeit vergleichbarer Schäden nach einer FSME-Impfung und der FSME-Erkrankung‟, räumt Hellenbrand ein. Woher aber sollen die Ärzte dann wissen ob eine Impfung im Einzelfall sinnvoll ist?

Hellenbrand rät neben der allgemeinen Wahrscheinlichkeit einer Zeckenexposition (bei Kindern, die zum Beispiel viel im Freien spielen oder einen Waldkindergarten besuchen ist sie erhöht) die regionalen FSME-Inzidenzen „als Entscheidungshilfe in die Nutzen-Risiko-Abwägung miteinzubeziehen‟. Doch genau diese werden vom RKI zurückhaltend kommuniziert.

Während 2006 auf der FSME-Karte des epidemiologischen Bulletin noch verschiedenfarbig Risikogebiete, Hochrisikogebiete und Gebiete mit geringerer FSME-Endemizität gekennzeichnet wurden, verschwand diese Aufteilung danach in den offiziellen Karten. Einfarbige Karten vermitteln seitdem fälschlicherweise den Eindruck, dass eine Impfung in allen markierten Gebieten gleich sinnvoll sei. Inzwischen findet man zusätzlich zu den einfarbigen Versionen wieder eine verkleinerte, dreifarbige Darstellung, wenn man gezielt danach sucht und sich bis auf die letzten Seiten des epidemiologischen Bulletin durchklickt.

Verwirrend wird es, wenn man nun noch die Karten eines Impfstoffherstellers hinzuzieht. So veröffentlicht die Firma Pfizer über ihr „Infoportal‟ zecken.de eigene Versionen. Dort sind nicht nur die RKI Gebiete einheitlich in dunkelorange eingefärbt – ohne Unterteilung nach Inzidenzen. Zusätzlich finden sich über ganz Deutschland verteilt gelb gefärbte Regionen. In der Legende findet sich die Aufschlüsselung: Dies seien „Landkreise mit vereinzelt auftretenden FSME-Erkrankungen, die jedoch nicht der Definition für ein FSME-Risikogebiet nach Robert Koch-Institut entsprechen‟. Eltern, die solche Karten sehen, könnten meinen, dass es nahezu überall gut wäre, ihre Kinder zu impfen.

Was geht rum? 17. Juni 2017

Das Sommerwetter der letzten Woche hat sich nochmals günstig auf die Gesundheit der Kinder ausgewirkt.

Davon ausgenommen sind natürlich die Allergiker, denen der Gräserpollenflug in diesem Jahr schwer zu schaffen macht. Da mag vielleicht eine Fahrt auf dem Bodensee die Beschwerden etwas mildern. Sinnvoll ist aber besonders, dass die Schleimhäute sich über die Nacht erholen dürfen. Es sollte alles daran gesetzt werden, die Pollenbelastung im Bett gering zu halten. Abendliches Duschen – nur mit Wasser – ist eine wichtige Maßnahme hierfür.

Das schöne Wetter begünstigt auch das Risiko für Verletzungen. Allen voran ist in den letzten Jahren das Trampolin Gefahrenquelle Nummer 1. Besonders dann, wenn mehrere Kinder gleichzeitig ausgelassen hüpfen, erhöht sich das Risiko.

Und seit Monaten geht kann man sich in Baden-Württemberg und Bayern wieder mit dem Hantavirus anstecken. Das Virus wird über Ausscheidungen von infizierten Mäusen übertragen. Besonders das Einatmen dieses Erregers (Gartenarbeit, Säubern von Gartenlauben oder Kellern) mit dem Staub stellt das Hauptrisiko dar. Nach Ansteckung kann es nach 2-4 Wochen zu teils schweren Erkrankungen der Niere, des Herzens und der Lunge kommen. Manche Erkrankungen verlaufen auch inapparent – d.h., der Patient verspürt keine Symptome. Bisher sind in diesem Jahr bereits über 600 Neuerkrankungen gemeldet worden.

Kennen Sie eine medizinische Fachangestellte (MFA)? Oder sind Sie vielleicht selbst eine?  In unserer Praxis in Pfullendorf (nördliche Bodenseeregion) brauchen wir dringend Verstärkung. Wie Sie wissen, ist unser Einzugsgebiet groß und wir möchten den Kindern und Jugendlichen – und natürlich auch den Eltern – gerecht werden und helfen, eine gesunde Entwicklung ihrer Kinder zu ermöglichen. Aber das kann ein Kinder- und Jugendarzt nicht alleine. Das geht nur im Team! Vielleicht mit Ihnen? Suchen sie eine Stelle? Wollen Sie sich verändern? Dann melden Sie sich doch gerne bei unserer Mitarbeiterin Michaela Müller (07552 / 93 000).

Was geht rum? 10. Juni 2017

Die erste Ferienwoche verlief ruhiger, die Infekte gingen wieder zurück. Säuglinge und Kleinkinder erkrankten an Racheninfekten, teilweise verbunden mit Mittelohrentzündungen. Die Mundfäule war seltener. Diese Erkrankung ist teilweise bis zu 10 Tagen sehr schmerzhaft. Zeichen der Schluckschmerzen kann auch mal ein feuchtes T-Shirt sein (siehe rechts im Bild), bedingt durch’s “Trielen”.

Einen Anstieg zeigten – typisch für die Jahreszeit – die Wundinfektionen sowie die “Grindflechte” (Impetigo contagiosa). Diese Infektionen werden in den kommenden Tagen durch die hohen Außentemperaturen eher noch zunehmen. Vorbeugend empfiehlt sich die gute Wundpflege:

  • Wunden sollten möglichst trocken gehalten werden.
  • Wundreinigung nur mit Wasser – danach wieder trocknen.
  • Der beste Verband ist ein Wundschorf.
  • Pflaster sind meist eher ungünstig.

Wer das Glück hat in die Dominikanische Republik reisen zu können, kann sich auf ein wunderbares Meer freuen. Nebenbei gibt es dort jedoch seit Jahresbeginn zunehmende Erkrankungen mit Leptospiren. Diese Erreger finden sich bei erkrankten Tieren und in kontaminiertem Wasser/ Schlamm. Für Gäste in Ferienanlagen besteht kein Risiko. Außerhalb sollte der Kontakt zu verschmutztem Wasser (schmutzige Pfützen u.ä.) gemieden werden. Unbekannte Tiere sollte man nicht streicheln.

Was geht rum? 03. Juni 2017

Mit der sommerlichen Wärme kamen neue Erkrankungen in die Region am nördlichen Bodensee. Zum einen eine Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis), die alle Altersgruppen erfasst haut und viele Tage andauert. Oft unterschätzt wird der Salzmangel, der gerade in Sommerzeiten – wo noch viel geschwitzt wird – schneller eintritt als sonst. Deswegen ist die Zufuhr von Salz unbedingt zu beachten. Das geht am einfachsten über salzige Speisen und Suppen.

Die zweite bedeutsame Erkrankung ist ebenfalls typisch für die heißen Tage: Mundfäule (Stomatitis aphthosa). Sie betrifft meist Kleinkinder, die akut mit hohem Fieber ohne weitere Symptome erkranken. In den ersten Tagen treten zunehmende Schmerzen im Mund auf, Schlucken fällt schwer, und so speicheln die Kinder öfter. Nach einigen Tagen treten Bläschen an der Zunge, der Wangenschleimhaut und  den Lippen auf. Im Vordergrund steht, das die betroffenen Kinder ausreichend trinken. Kalte Getränke, kalte Puddings oder auch das geliebte Vanille-Eis kann eine große Hilfe sein. Fiebersenkung ist weniger wichtig, aber Schmerzmittel (Paracetamol oder Ibuprofen) zur Nacht schon. Der Schmerz ist das Hauptproblem.

Kinderkrankheiten sind nicht zu beobachten.

Was geht rum? 27. Mai 2017

Alles neu macht der Mai. Okay, nicht alles. Aber die Schließung der Praxis in der vergangenen Woche haben wir genutzt, um die Behandlungsräume im Obergeschoss zu verschönern.

Schreinermeister Bruno Walz aus Otterswang und seine engagierten Mitarbeiter Andreas Lohr und Lukas Riebsamen haben neue Böden verlegt. Sie haben perfekt gearbeitet und viele kleine Problemstellen beseitigt. Wir sind vom Ergebnis begeistert!

Was an Krankheiten rumgeht wissen wir im Moment nicht. Und wir hoffen, dass auch in der nächsten Woche wenig von Krankheiten zu berichten sein wird, die in der Region umgehen. Schöner wäre vom Sommerbeginn zu reden. Oder von der Freude de Kinder, im Sandkasten zu spielen oder ein leckeres Eis zu essen.

In Baden-Württemberg sind in diesem Jahr wieder viele Erkrankungen an Hanta-Virus aufgetreten. Bis Ende April waren es 354 Fälle dieser Krankheit, die durch den Urin von infizierten Mäusen übertragen wird. In aller Regel wird der Erreger aus aufgewirbeltem Staub (Keller, Dachboden) oder auch beim Fegen der Strasse und von Gartenhäusern aufgewirbelt. Kein Wunder, dass die Schwaben in der Häufigkeitsverteilung vorne dabei sind.

Was geht rum? 20. Mai 2017

Unsere Natur ist endlich saftig grün. Auch im Schwarzwald, wie die Felder um den Hof im Jostal bei Neustadt zeigen.

Die Krankheiten der Kinder und Jugendlichen sind im Moment wie ein bunter Strauß ohne eindeutige Richtung. In der letzten Woche waren nur wenige Neu-Erkrankungen zu beobachten. Infektionen des Magen-Darm-Traktes (Gastroenteritis) standen im Vordergrund.

Kinderkrankheiten traten in der Region nicht auf.

Die Praxis (Dr. Niethammer und Dr. Wolff) bleibt in der kommenden Woche geschlossen. Vertreter sind Dr. M. Steiner in Bad Saulgau (Telefon 07581 5370490), Dr. N. Laubrock in Sigmaringen (Telefon 07571 1656) und Dr. E. Moll in Wilhelmsdorf (Telefon 07503 91033).

Was geht rum? 13. Mai 2017

Inzwischen ist die Zahl der Infekte auf einem niedrigen Niveau angekommen. Bedeutsam ist eine Gastroenteritis mit Erbrechen und Durchfall, die vorwiegend bei Schulkindern und Jugendlichen auftritt. Daneben gibt es Erkrankungen an Herpangina, einer Sommergrippe, die zwar zu Fieber führt, aber nur selten schwer krank macht. Die bakterielle Streptokokkenangina und der Scharlach sind eher selten.

In der Gemeinde Ostrach – siehe auch die Eilmeldung vom Mittwoch – sind mehrere Fälle von Keuchhusten aufgetreten. Die Impfung stellt einen guten Schutz dar und ist für alle Altersgruppen zu empfehlen – auch für Erwachsene.

In der kommenden Woche sollte uns die Sonne – hier das einladende Bild von Emilie – öfter verwöhnen. Zecken und Allergien werden häufiger werden und Sonnenbrände vielleicht auch. Also bitte schnell umstellen.

Wer in Urlaub geht kann in Südafrika auf eine außergewöhnliche Häufung von Malaria treffen. Besonders betroffen ist zuletzt die Provinz Limpopo im Nordosten des Landes. Im Distrikt Waterberg wurden Mitte März 46 Infektionen bestätigt.

Was geht rum? 06. Mai 2017

Trotz des kühlen Wetters, ist die Zahl der Infekte tendenziell eher geringer als noch in den vergangenen zwei Wochen. Im Vordergrund stehen Atemwegsinfekt mit Mittelohrentzündungen bei den Kleinkindern. Schulkinder sind eher von leichten Racheninfekten bei gleichzeitigen Beschwerden einer Magen-Darm-Infektion (Erbrechen / Durchfall) betroffen.

Kinderkrankheiten sind im Moment regional keine zu verzeichnen.

Der Frühsommer lässt leider noch auf sich warten. Es ist also noch Zeit sich auf die ersten warmen Tage vorzubereiten. Die Zecke wird dann wieder aktiv. Alle, die sich gegen die FSME impfen lassen wollen, sollten es bald machen. Die wichtigste Periode für die Verbreitung des Erregers ist der Frühsommer. Sonnenschutz wird ab jetzt wichtig. Dazu können Sie die wesentlichen Aspekte nochmals im letzten praxisblättle vom 04. Mai 2017 nachlesen (einfach diese Seite weiter nach unten scrollen). Die Allergiker – besonders bei Gräserpollenallergie – sollten sich wappnen. Schon ein bisschen mehr Wärme wird Heerscharen von Pollen auf den Weg zu den Augen, Nasen und Bronchien losschicken.

Das Bild zeigt heute ein Geschenkle, dass der Kinderarzt vor 7 Jahren bekam. Zusammengestellt mit viel Phantasie, Farbverständnis und Liebe. Echte Kunst.

Was geht rum? 29. April 2017

Das Wetter spielt Kapriolen. Ein Hauch Schnee, okay. Aber mehrere Zentimeter in Pfullendorf kurz vor dem ersten Mai? Nicht nur die Bäume hatten unter der schweren Last zu leiden.

Aber lassen wir uns nicht täuschen. Der Früh-Sommer wird ähnlich schnell eintreffen. Und mit ihm die Allergien. Die Birkenpollen hatten in diesem Jahr bei uns zum Glück einen schweren Stand. Vermutlich wird ihnen die Kälte den Rest geben. Aber die Gräser stehen gestärkt in den Startlöchern. Die Feuchtigkeit wird ihre Blüte verstärken.

Die Zecken sind auch wieder schnell da. In diesem Jahr haben wir schon einige entfernen müssen. Nach der Entfernung der Zecken bitte auch beobachten, ob sich in den Wochen danach Zeichen einer Borreliose zeigen. Für Details schauen Sie bitte die früheren Beiträge des praxisblättle zu diesem Thema an, die durch Eingabe des Stichwortes in der Sucheleiste schnell gefunden sind. Und wer sich vor der FSME schützen will, diese Impfung macht auch jetzt noch durchaus Sinn.

Manche haben vielleicht das Glück, der Kälte in den Süden entfliehen zu können. Wenn sie nach Äthiopien reisen, müssen sie dort aber mit der Cholera rechnen. Fast 25.000 Fälle sind bisher gemeldet. Und wie schon seit Wochen, haben die Masern in einigen Ländern wieder zugenommen, so in Frankreich, Schweiz, Bulgarien und Portugal.

Was geht rum? 22. April 2017

Der erneute Wintereinbruch ist für die Jahreszeit nicht unbedingt überraschend, seine Heftigkeit aber schon. Im Neidling sind schon alle Felder bestellt, und jetzt bedeckte ein weißer Mantel das Keimen der neuen Frucht, wie das Bild rechts zeigt.

Für die Infekte in der Praxis hat sich jedoch kaum etwas verändert. Sie sind wie schon in den Frühlingswochen zuvor leicht zurückgehend. Obstruktive Bronchitis und Bronchopneumonie (Lungenentzündung) sind die beiden Krankheitsbilder, die zuletzt neu auftauchten.

Kinderkrankheiten sind keine zu verzeichnen.

In der kommenden Woche bleibt die Praxis geschlossen. Sie können sich in Notfällen an Frau Dr. Laubrock in Sigmaringen (Telefon 07571 1656), Herrn Dr. Steiner in Bad Saulgau (Telefon 07581 5370490) oder Herrn Dr. Moll in Wilhelmsdorf (07503 91033) wenden, die uns vertreten werden. Wir sind dann im Mai wieder für sie da. Hoffentlich mit neuen Frühlingsboten…