Kategorie-Archiv: Was geht rum?

Was geht rum? 07. Oktober 2017

Mit Fortdauer des Herbstes nehmen die Infektionen der Atemwege weiter zu. In der letzten Woche waren es spürbar weniger Erkrankungen an Infektkrupp, aber mehr Mittelohrentzündungen als in der Woche zuvor. Auch die Erkrankungen mit Lungenentzündung (Bronchopneumonie) nehmen zu.

Von Asthma betroffene Kinder und Jugendliche bekommen Probleme. Die nächtliche Kälte zwingt die Menschen die Öfen anzustellen. Über die Kamine steigt der Gehalt an Abgasen in der Umwelt, was in den kommenden Wochen weitere Infekte begünstigen dürfte. Dennoch: die bessere Luft ist immer draußen zu bekommen. Kinder sollen also durchaus auch bei “schlechtem” Wetter nicht davon abgehalten werden, vor die Türe zu treten. Und für alle Kinder und Jugendliche mit Asthma bronchiale sollten Notfallsprays (z.B. Salbutamol) zuhause vorrätig sein.

Kinderkrankheiten spielen zur Zeit keine Rolle.

Und was geht in der Welt rum? Für alle, die in die Welt reisen sind Impfungen gegen Influenza sinnvoll, da Passagiere im Flugzeug sitzen könnten, die aus Gripperegionen kommen. Wirklich schlimm ist die Lungenpest in Madagaskar, der schon über 30 Menschen erlegen sind. Diese Krankheit ist extrem gefährlich und betrifft die Ostküste (um Toamasina) sowie das Hochland um Antananarivo. Aber Madagaskar ist bei aller Schönheit der Natur bislang kein Reiseziel für Familien mit Kindern. Daran sollte man sich im Moment auch halten.

Was geht rum? 30. September 2017

Langsam nimmt die Zahl der Infekte zu. Weiterhin sind es Infekte der oberen Atemwege (Schnupfen, Husten, Krupphusten), die den Kindern und Jugendlichen im oberen Linzgau zusetzen. Daneben treten vereinzelt Magen-Darm-Infektionen auf.

Kinderkrankheiten sind seit Wochen nicht zu beobachten.

Am kommenden Montag (02. Oktober 2017)  arbeitet unsere Praxis eingleisig. Dr. Niethammer hat einen Tag Urlaub. Darüber hinaus arbeitet Dr. Wolff auch als Vertreter für die Kinderärztin Marina Hummel in Sigmaringen und Dr. Eugen Moll aus Wilhelmsdorf. Sie wissen, wir sind immer bemüht die Wartezeiten auf wenige Minuten zu beschränken. Es ist an diesem Brückentag aber möglich, dass wir dies nicht einhalten können. Bitte haben Sie dafür Verständnis.

Was geht rum in der Welt? In Griechenland tauchten 5 Fälle einer Malaria tertiana auf. Betroffen ist die Region Evrotas im Süden der Halbinsel Peloponnes. Wer dort Urlaub verbringen möchte, sollte sich mit Repellentien (z.B. Anti-Brumm©) schützen und sich wenige Tage vor Antritt der Reise nochmals über den Stand der Malariaausbreitung erkundigen. Ähnliches gilt für Reisen auf die Kapverdischen Inseln, die den stärksten Ausbruch von Malaria seit 26 Jahren erleben.

Was geht rum? 23. September 2017

Was die Infektionen betrifft, haben wir noch einen sehr ruhigen Herbst. Wie in der letzten Woche waren Neuerkrankungen an Infektkrupp mit bellendem Husten und Behinderung bei der Einatmung (Stridor) vorherrschend.

Daneben sehen wir öfter – wie seit Wochen – eine Virus-Magen-Darm-Grippe (Gastroenteritis), die am ersten Tag teilweise mit Erbrechen verbunden ist. Auffällig ist der häufig lang anhaltende Durchfall.

Kinderkrankheiten traten keine auf.

Was geht in der Welt rum? Die gefährlichste Krankheit ist momentan die Lungenpest in Madagaskar. Dort hinzureisen macht zumindest mit Kindern momentan keinen Sinn. Allen anderen sei empfohlen, sich von einem Arzt beraten zu lassen. Der erste Krankheitsfall betraf einen Studenten in Toamasina an der Ostküste, die letzten beiden Erkrankungen traten im zentralen Hochland auf. Chikungunya ist schon näher an uns dran. Südlich von Rom traten in Italien vereinzelte Fälle auf, in Brasilien sind es bereits mehr als 113.000 bestätigte Erkrankungen, besonders im Nordosten des Landes. Chikungunya ist eine Virusinfektion, die zu heftigsten Schmerzen führt. Da sie durch Mücken übertragen wird ist eine guter Mückenschutz die entscheidende Maßnahme.

Was geht rum? 16. September 2017

Der Herbst hält in schnellen Schritten Einzug in Oberschwaben: Auch die Infektionen passen sich an: Der Krupphusten ist zunehmend ein Thema. Viele an sich harmlose Infekte des Rachens (Pharyngitis) wirken sich auch in den tiefer gelegenen Luftwegen aus. Bei den betroffenen Kindern – manchmal auch bei Jugendlichen – führen sie zur Behinderung der Einatmung (Stridor) mit Angstgefühl. Der Krupphusten kann gelegentlich gefährlich werden, deswegen sollte ein Arzt konsultiert werden, der die Diagnose stellt und eine passende Therapie einleitet.

Weiterhin nehmen die Erkrankungen mit Mittelohrentzündung zu. Mützen mögen angenehm und kuschelig sein, eine Mittelohrentzündung können sie nicht verhindern. Entzündungen sind weniger häufig, wenn keine Schmalzpfropfen im Ohr sind (bitte nicht das Ohr mit “Ohrstäbchen reinigen”). Mindestens ebenso hilfreich ist es, wenn im Haushalt nicht geraucht wird.

Kinderkrankheiten haben wir in der letzten Woche keine beobachtet.

Was geht in der Welt rum? In Tansania gibt es seit Monaten immer wieder lokale Ausbrüche von Cholera. Davon ist auch Sansibar betroffen, wo in diesem Jahr bislang 358 Erkrankungen auftraten. Seit Juli wurden keine Neuerkrankungen gemeldet. Bei Reisen nach Afrika sollte unter diesem Aspekt eine Impfung mit einem Reise-/Tropenmediziner diskutiert werden.

Die wichtigste Nachricht – in aller Bescheidenheit – für uns ist, dass Lisa Steurer (im Bild rechts) ihre Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten bei uns aufgenommen hat. Unsere neue Auszubildende hat sich schnell eingefunden und trägt schon nach wenigen Tagen durch ihre gute Übersicht zum reibungslosen Tagesablauf bei. Ihr freundliches Wesen, ihr Lächeln und ihre Bescheidenheit sind wichtige Merkmale, die ein erfolgreiches Arbeiten mit Kindern sichern. Wir freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Was geht rum? 09. September 2017

Zu Anfang dieser Woche standen Bauchschmerzen ganz im Zentrum der Beschwerden von Kindern und Jugendlichen. Es war eine durch Viren ausgelöste Magen-Darm-Grippe, die nur wenige Tage dauerte und selten schwere Symptome machte. So heftig wir sei startete, endete sie bereits Mitte der Woche.

Dann übernahmen die Atemwegsinfekte die Führung: In den meisten Fällen waren diese Nasen-Rachenentzündungen (Rhino-Pharyngitis) mit Schnupfen. Immer mehr Kinder und Jugendliche hatten auch eine Bronchitis mit Inhalationsbedarf oder Mittelohrentzündungen.

Besonders heftig war das Eintreffen des Krupphustens ab Donnerstag. Betroffen von diesem trockenen und schmerzhaften Husten mit Atemnot waren zumeist Kinder, die früher schon mal erkrankt waren. Weitere Informationen zum Krupphusten finden Sie in einer früheren Ausgabe des praxisblättle. Alle Eltern sind gut beraten, eine Notfallarznei (z.B. Rectodelt©) vorzuhalten. Sie ist der Polizist, der immer bereit stehen sollte, wenn’s schwierig wird.

Und was geht in der Welt rum? Auf den Kapverdischen Inseln gibt es weiterhin Malaria. Betroffenm ist vornehmlich die Hauptstadt Praia mit inzwischen 110 Erkrankungen. Alle Reisenden sollten sich vor der Urlaubsreise in dieses Paradies zuvor über das aktuelle Risiko informieren.

Was geht rum? 02. September 2017

Auch in der vergangenen Woche traten nur wenige neue Infekt auf. Wieder dabei waren die Herpangina und einige Erkrankungen an Hand-Fuß-Mund-Krankheit.

Völlig neu ist ein Infekt mit unangenehmem, oft heftigen Husten aufgetaucht. Der lässt oft an einen Bronchitis denken. Tatsächlich liegt aber ein deutlicher Schnupfen vor (eher verstopfte Nase) mit Entzündung des Rachens. Anwendung von abschwellenden Nasentropfen zur Nacht sind ausreichend.

Wie erwartet kamen vermehrt Kinder mit Verbrennungen/ Verbrühungen in die Praxis. Waren es bislang eher Verbrennung (Feuer/ Herd), sind zum Herbst Verbrühungen (heißes Wasser, Tee u.ä.) zu befürchten. Oft kommt dies dadurch vor, dass Kinder an einer Tischdecke ziehe, wenn heißes Wasser auf dem Tisch steht.

Kinderkrankheiten traten glücklicherweise keine auf.

Und was geht in der Welt rum? Mal wieder Masern. Jetzt in Italien. Seit Jahresbeginn sind dort 4220 Personen daran erkrankt, 3 verstarben. Betroffen sind besonders folgende Region : Piemont, Lazio, Lombardei, Toskana, Abruzzen, Venetien und Sizilien. Für alle, die auch exotischer Ziele im Urlaub ansteuern: Auf den Kapverdischen Inseln gibt es einige Fälle von Malaria. Vor der Reise, sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Präventionsmaßnahmen abzustimmen.

Was geht rum? 26. August 2017

Der Sommer hat nochmals einen beeindruckenden Anlauf genommen. Das tut auch vielen Kindern und Jugendlichen gut. Sie werden weniger krank und haben nebenbei viel Spaß beim Spielen in der Natur oder beim Baden im Freibad und den Seen der Region.

Die Krankheiten beschränken sich auf eher leichte Infekte. Weiterhin gibt es Erkrankungen mit Enteroviren als Herpangina aber auch als Hand-Fuß-Mund-Krankheit. Unspezifische Racheninfekte mit meist leichter Mittelohrentzündung – fast wie im Winter – nehmen wieder zu.

Kinderkrankheiten traten in der letzten Woche nicht auf.

Und ganz typisch für das Ende der Schulferien: die ersten Läuse machen sich wieder in der Haarpracht breit.

 

Was geht rum? 19. August 2017

Hochsommer. Kinder genießen es draußen zu sein, im Freibad und beim Spiel mit Freunden in der wunderbaren Natur unserer Region. Jugendliche hängen auch dort ab, meistens später, wenn es dunkel wird oder auch bei Open-Air-Festivals.

Was geht rum an Krankheiten? Wenig. Und eigentliche keine Infekte, vor denen man sich gezielt schützen könnte.

Weiterhin sind eher Verletzungen ein Problem: Verbrennungen am Grill, Platzwunden bei Stürzen, starke Lokalreaktionen nach Insektenstichen – wie auf dem herzigen Bild von Luisa, rechts, treffend dargestellt –  und infizierte Wunden.

Die Praxis ist bis 23. August 2017 geschlossen. Ab Donnerstag sind kommender Woche sind wir wieder für Sie da.

Was geht rum? 12. August 2017

Der Sommer hat etwas an Temperatur verloren, scheint aber weiter gesundheitlich günstig zu sein. In der Praxis treten jahreszeitlich typische Infektionen auf wie die Herpangina, die Hand-Fuß-Mund-Krankheit und leichtere Magen-Darm-Erkrankungen.

Kinderkrankheiten traten in der letzten Woche nicht auf.

Bedeutsamer sind manchmal die vielfältigen Verletzungen: kleinere Verbrennungen (Vorsicht beim Grillen) oder Blessuren an Armen und Beinen. Letztere sind in der Regel meist geringfügig und Zeichen des wunderbaren Bewegungsdranges der Kinder.

Insektenstiche sind recht bedeutsam. Häufig kommt es zu kräftigen Lokalreaktionen, die die Kinder über mehrere Tage mit Juckreiz / Schmerz auch in den Nächten plagen. Bedeutsam waren zuletzt die Stiche durch Bremsen, die sich in der Nähe von Wasser und an Waldrändern sehr wohl fühlen. Die Hummel – siehe Bild rechts – ist hingegen schön anzusehen und überhaupt nicht stichfreudig.

 

Was geht rum? 05. August 2017

Sommer. Ferien. In der Stadt wird es immer ruhiger. Viele Kinder sind im Freibad, andere sind mit ihren Eltern in die Ferne gefahren. Kranke Kinder sehen wir glücklicherweise viel seltener. Und auch die Schwere der Infekte dürfte für dieses Jahr den niedrigsten Stand erreicht haben. Wir freuen uns für die Familien und genießen ebenso einige Augenblicke der Entspannung.

Bedingt durch die warmen Temperaturen trat seit längerem wieder einmal eine Infektion mit Campylobacter auf. Das sind Bakterien, die eine Magen-Darm-Infektion auslösen, die – ähnlich den Salmonellen – häufig Fieber und Bauchkrämpfe verursacht. In den meisten Fällen schafft es die körpereigene Abwehr, die Krankheit zu besiegen. Wenn nicht, helfen bestimmte Antibiotika schnell.

Kinderkrankheiten gibt es nach unserer Kenntnis im Linzgau im Moment nicht.

Und was gibt es in der Welt? Wie seit Monaten: Masern. Nachdem in Rumänien seit September letzten Jahres 8250 Menschen erkrankt sind, sind es neuerdings in Frankreich 300. Wie immer bei Masern kommt es zu Todesfällen, was bei uns in Deutschland gerne schön geredet wird. In Frankreich ist es bisher ein 16-jähriges Mädchen aus Marseille. In Rumänien sind gar 32 Menschen verstorben. Wieder die Erkenntnis: eine Kinderkrankeit ist keine harmlose Angelegenheit. Das ist keine neue Erkenntnis. Warum brauchen gesunde Menschen Todesfälle um von der Impfung gegen Masern überzeugt zu werden?