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Strangulation und Aspiration durch Bernsteinketten

Auch im Oberen Linzgau spielen sie schon seit Jahren eine Rolle: die Bernsteinketten für Säuglinge. Wie Sie wissen, warnen wir vor diesen Ketten, weil sie das Risiko einer Strangulierung mit sich bringen. Dem Bernstein wird eine Wirkung gegen “Zahnen” zugeschrieben. Belege hierfür gibt es nicht.

Aus den Canada liegt inzwischen eine aktuelle Veröffentlichung von Catherine Cox und Kollegen vor, in der eine beinahe tödliche Strangulation vorgestellt wird.

Strangulationsunfälle bei Säuglingen sind erstaunlich häufig, wie eine Studie von Carrie K Shapiro-Mendoza und Kollegen vom CDC in Atlanta darlegte. Das Team untersuchte für die Jahre 1984 bis 2004 diese Todesursache. Dabei wurden 233 Strangulationsunfälle gesichert, die aus 119 Notfallkliniken der USA gemeldet wurden. Demnach lag die Zahl der Todesfälle im Jahre 1984 bei 2.8 Kindern auf 100.000 Lebendgeburten. Danach stieg sie kontinuierlich an um zuletzt bei 12.5 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten zu liegen. Eine höchst erschreckende Quote, die in Deutschland kaum anders sein dürfte.

Immer wieder wird über das “Zahnen” diskutiert. Eltern in den westlichen Ländern schreiben dabei dem Bernstein eine helfende Wirkung zu, die aber nicht belegt ist. Positive Effekte konnten nicht belegt werden, wie auch ein Artikel in der New York Times darlegt.

Gemessen daran, dass ein Nutzen dieser Kette nicht belegt ist, wohl aber das Risiko, möchten wir weiter dringend davor warnen, diese potentiell tödlichen Ketten Säuglingen anzulegen.

Strangulationsunfälle mit Bernsteinketten

Auch im Linzgau spielen sie eine zunehmende Rolle: die Bernsteinketten für Säuglinge. Wie Sie wissen, warnen wir vor diesen Ketten, weil sie das Risiko einer Strangulierung in sich bergen. Einen objektiven Hinweis für deren Wirksamkeit gegen “Blähungen” gibt es hingegen nicht.

Nunmehr liegen Daten aus den USA vor, die die tödlichen Strangulationsunfälle mit den Bernsteinketten für die Jahre 1984 bis 2004 zeigen. Die Veröffentlichung in der renommierten Medizinzeitschrift Pediatrics bezieht sich auf 233 Strangulationsunfälle, die aus 119 Notfallkliniken der USA gemeldet wurden. Demnach lag die Zahl der Todesfälle im Jahre 1984 bei 2.8 Kindern auf 100.000 Lebendgeburten. In den folgenden Jahren stieg sie kontinuierlich an, um zuletzt bei 12.5 Todesfällen pro 100.000 Lebendgeburten zu liegen. Eine höchst erschreckende Quote, die in Deutschland kaum anders sein dürfte. Dafür spricht, dass auch aus Frankreich jährlich 30 Fälle mit den Strangulierung durch Bernsteinketten beschrieben werden.

Gemessen daran, dass ein Nutzen dieser Kette nicht belegt ist, wohl aber das Risiko, möchten wir weiter dringend davor warnen, diese potentiell tödlichen Ketten Säuglingen umzulegen.

Ersticken: Risiko besonders für Säuglinge

Bei den Vorsorgeuntersuchungen im Säuglingsalter weisen wir immer wieder auf das Risiko des Erstickens hin. Natürlich und zum Glück sind das extrem seltene Ereignisse. Wenn sie aber eintreten sind sie mit massiver Todesgefahr verbunden.

Eines der Hauptprobleme in diesem Zusammenhang sind die Halsketten. Durch Schlingenbildung an Jäckchen, Anoraks oder Schnullern kann es bei diesen zur Strangulation kommen.

Was ist vorbeugend zu beachten?

1. Keine Bernstein-, Gold- oder Silberketten für Säuglinge

2. Keine dicken Kopfkissen für Säuglinge, sondern anfangs nur eine zusammengelegte Windel im Kopfbereich

3. Strampelsack mit Sicherheitsbefestigung benutzen; das Kinderbett und der Laufstall sollten GS-geprüft sein; Gitterstäbe mit max. 7 cm Abstand.