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Praxis: Urlaub Dr. Wolff – Herr Supper vertritt

In dieser Woche ist Dr. Peter Wolff in Urlaub. In dieser Zeit vertritt ihn der Kinder- und Jugendarzt Sven Supper (rechts im Bild)  in der Praxis. Manche kennen ihn bereits von einem Besuch in Pfullendorf im letzten Jahr. Herr Supper ist ein sehr erfahrener Kinder- und Jugendarzt, der seit Jahren als Oberarzt in einer Kinderklinik im Rheinland tätig ist.

Unterstützt wird er von unserem Praxisteam um Sandra Höre, Sevtap Senol und Lisa Steurer.

Sie können sich in allen Belangen an die Praxis wenden, auch wenn es um sich um chronische Probleme oder Langfristrezepte (Ergotherapie, Physiotherapie) handelt. Die Praxis ist zu den üblichen Zeiten erreichbar.

 

Meinem Kind wird’s beim Autofahren schlecht

In meiner Kindheit war das noch der Normalzustand: Einsteigen ins Auto, Fahrt über die vor 50 Jahren recht kurvigen und holprigen Straßen. Und nach wenigen Kilometern musste angehalten werden. Wir Kinder erleichterten uns am Straßenrand. Auf der weiteren Fahrt wiederholte sich das alle 30-40 km. Heute hat man dafür einen Namen, Reisekrankheit, medizinisch auch Kinetose genannt.

Die kommt heute jedoch selten vor. Kinder wachsen mit dem Auto auf. Vielen dient es fast als Einschlafmittel. Und so verwundert es kaum, dass sie damit gut zurecht kommen.

Was tun, wenn Kinder doch unter der Reisekrankheit leiden und es ihnen oft übel wird?

  • Während der Autofahrt zu lesen oder in ein Tablet zu schauen ist ungünstig. Besser ist es, die Aufmerksamkeit des Kindes auf Dinge in weiterer Entfernung zu lenken
  • Dazu bieten sich Spiele an, damit Kinder angeregt werden dies zu tun. Z.B.: “Wie viele Autos auf unserer Straße sind rot?”. Oder später das Spiel mit den Teekesselchen für die Älteren. Dabei gilt es Worte mit Doppelbedeutungen zu finden: “Maus” – die Maus als Tier oder die Computermaus. Meist beschreibt ein Spieler was er sieht: z.B..”Auf meinem Teekesselchen wachsen Pflanzen” = “Erde”. In diesem Fall die Erde vom Acker, aber Erde steht auch für die Erdkugel.
  • Kinder müssen aus Sicherheitsgründen auf der Rückbank sitzen. Diejenigen, denen es gerne beim Fahren übel wird, sollten in die Mitte platziert werden. Dann können sie ihren Blick problemlos in die Ferne richten.
  • Zum Seitenfenster hinauszuschauen ist ungünstig.
  • Und: frische Luft ist immer gut

 

 

Was geht rum? 08. Juli 2017

Weiterhin treten wenig Infektionskrankheiten auf. Die häufigsten unter den wenigen sind Erkrankungen mit Coxsackie-Viren. Deren wichtigste Variante ist die Herpangina. Bekannter,  aber seltener, ist die Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu beobachten.

Die allergischen Beschwerden sind spürbar schwächer als im Juni vertreten. Dabei stehen die Entzündungen der Bindehäute im Vordergrund (allergische Conjunctivitis), teilweise vermutlich verstärkt durch Reizgase wie Ozon, das jahreszeitlich bedingt (Sonne) noch bedeutsam ist.

Kinderkrankheiten traten in den letzten 7 Tagen im Linzgau nicht auf.

Bald stehen die Sommerferien an und viele Familien reisen der Sonne gen Süden nach. Das ist eine gute Gelegenheit, die Hausapotheke zu durchforsten und ggf. aufzustocken. Fehlende Medikamente im Urlaub können große Aufregung verursachen. Bitte nicht vergessen, dass Kinder im Urlaub mehr herumtoben als sonst. Damit ist auch die Verletzungsgefahr größer. Desinfektionsmittel (wie z.B. Octenisept©) sollten immer im Reisegepäck dabei sein.

Unsere Praxis: Urlaube

Rutenfest in Ravensburg, Bächtlesfest in Bad Saulgau – der Urlaub ist nahe. Ab kommende Woche beginnt auch bei uns der Urlaub. Dr. Niethammer wird ab Mitte August bis Mitte September in Urlaub sein, ich, Dr. Wolff, verabschiede mich schon nächste Woche. In der kommenden Woche wird mich Frau Dr. Wagner vertreten.

Über den August bis Mitte September arbeitet die Praxis eingleisig mit einem Arzt. Bitte bedenken Sie, dass es dann schwierig sein kann die Diagnostik chronischer Probleme (z.B, chronische Bauchschmerzen) einzuleiten. Wir können aber sicherstellen, dass weiterhin jedes akut kranke Kind am gleichen Tag einen Arzttermin bekommen wird.

Sie fahren auch in der Urlaub? Vielleicht schauen Sie nochmals in unseren Beitrag der letzten Woche “Urlaubstipps”, um gut gerüstet in die schönste Zeit des Jahres aufzubrechen.

Urlaubstipps

Auf den Urlaub freuen sich vermutlich die meisten schon lange. Damit der Urlaub auch unter einem guten Stern steht, sollte man folgendes bedenken:

1. Den Urlaub wollen meist wir – die Eltern. Und die kleineren Kinder eher selten. Damit es uns allen gut geht, sollten wir die Bedürfnisse der Kinder achten: wenig Hektik (viel Zeit zum ausgiebigen Spiel am Strand oder sonst wo);  im Auto für Unterhaltung sorgen (je nach Alter tun’s auch einfache Spiele wie Zählen der Schweizer Fahnen auf dem Weg in den Süden); am Urlaubsort für Abwechslung sorgen (z.B. nicht den ganzen Tag am Strand verbringen, sondern auch Spielpausen im Zelt oder Hotelzimmer; in den ersten Tagen kleine Besichtigungstouren um nicht zu lange der Sonne ausgesetzt zu sein u.a.)

2. Reiseapotheke: für Kinder sollten Sie immer dabei haben:

  • Verbandsmaterial mit Pflaster
  • Octenisept zum Desinfizieren von Wunden (brennt nicht ! kann man in der Apotheke besorgen)
  • Pinzette zum Entfernen von Fremdkörpern (wie Holzsplittern)
  • Medikamente gegen verstopfte Nase (z.B. Olynth, besonders beim Flug mit kleinen Kindern im Handgepäck !)
  • Medikamente gegen Fieber (ben-u-ron, Nurofen, Ibuprofen)
  • Medikamente gegen anhaltendes Erbrechen (Emesan S© für Säuglinge; Vomacur© 40 bzw. 70 für Kinder bzw. Jugendliche/ Erwachsene)

3. Im Urlaub ist vieles anders, auch wenn Ihnen die BILD-Zeitung und LÖWENBRÄU angeboten werden. Seien Sie im Zweifelsfall vorsichtig mit dem Essen um plagende Durchfälle zu vermeiden. Wer sich am ersten Urlaubstag auf das Buffet stürzt und genüsslich die Salate isst, trägt ein erhöhtes Risiko, davon geplagt zu werden. Lassen Sie es hier auch langsam angehen und verfahren Sie im Zweifelsfall nach dem Motto: ”Cook it, boil it, peel it – or leave it” – also essen Sie zunächst nur Nahrungsmittel, die gut abgekocht sind, schälbar sind (wie die Banane) oder steril verpackt. Wagen Sie sich in den nächsten Tagen, wenn es Ihrem Bauch gut geht, immer wieder an Neues heran. Auch im Urlaub muss man nicht alles auf einmal haben. Jedenfalls ist der Urlaubsgenuss ohne Rumpeln im Bauch entschieden angenehmer (vertretbare oder wirksame Medikamente gegen Durchfall gibt es eigentlich nicht, auch wenn Ihnen die Werbung anderes beibringt. Loperamid beispielsweise ist für Kinder nicht geeignet und hilft auch bei Erwachsenen nur eingeschränkt. Diät ist der beste und harmloseste Weg sich solche Beschwerden vom Leib zu halten)

4. Versicherung: Für viele Länder gibt es zwar einen Auslandskrankenschein – aber kaum ein Arzt im Ausland interessiert sich dafür. In den letzten Jahren mussten die meisten Patienten im Ausland cash für die Behandlung bezahlen. Hierfür gibt es recht günstige Versicherungen (siehe Stiftung WARENTEST), die sich auch schon für eine dreiwöchigen Urlaub in Spanien lohnen könnten.

5. andere Kosten: Mobiltelefone können zur Kostenfalle werden. Erkundigen Sie sich vorab, welches Netz für Sie günstig ist. Die Roaming-Kosten sind teilweise sehr unterschiedlich (je nach Anbieter finden Sie Informationen bei www.t-mobile.de, www.vodafone.de oder den anderen Anbietern). Geldumtausch gibt es in Euro-Land zum Glück nicht mehr. Aber auch beim Einsatz von Kreditkarten zum Ziehen von Geld (an den ATM) fallen Kosten an. Informieren Sie sich vorher beim Anbieter.

Wer viel schon vorher abklärt und plant, hat nachher meist mehr Urlaubsgenuss. Nur wer daheim bleibt hat’s noch besser.