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Verbrühungen

Nach einem heißen Sommer ziehen wir uns wieder in unsere Häuser zurück. Draußen scheint die Sonne, aber kalt ist’s halt doch öfter. Eine schöne Zeit um gemütlich drinnen zu sitzen und einen Tee zu trinken.

Gute Idee. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass jetzt die Zeit für Unfälle durch Verbrühungen beginnt. Und da kann schon mit wenigen Änderungen Vorsorge getroffen werden.

  • Keine Tischdecken verwenden. Kinder könnten an einen Zipfel der Decke ziehen und die heißen Getränke fallen vom Tisch und verbrühen sie.
  • Keine Teekannen, sondern Thermoskannen verwenden. Wenn diese fallen ist der heiße Inhalt verschlossen.
  • Vorsicht bei Schwedenöfen, die schnell eine erhebliche Hitze entwickeln können. Also Kleinkinder nie unbeaufsichtigt in der guten Stube lassen.

Und wenn es dennoch zum Verbrühungsunfall kommt, was dann? 

  • “Kühlen” der verbrannten Haut in lauwarmem Wasser (> 20 Grad Celsius) weniger als 10 Minuten!
  • keine Kühlversuche bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern durchführen
  • Keine Salben auf die Wunden. Diese sollten allenfalls steril abgedeckt werden.

In jedem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Verbrühung/ Verbrennung fachlich zu beurteilen und die weitere Behandlung zu koordinieren.

Giftpflanzen: Wiesenbärenklau

Der Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium) ist eigentlich keine Giftpflanze. Kinder kommen nicht auf die Idee ihn zu essen. Da die Stängel aber beeindruckend groß und innen hohl sind, reizen sie Kinder zum Abbrechen derselben. Manche benutzen die Stängel auch als Blasrohr. In diesem Zusammenhang kommt Pflanzensaft auf die Haut bzw. die Lippen. Unter Sonneneinstrahlung führt die sehr bald zu blasigen Hautverletzungen (phototoxische Reaktionen), die Verbrühungen 2. Grades entsprechen. Im Bereich der Lippen ist dies besonders unangenehm.

Symptome

Blasenbildung auf der Haut mit begleitender Entzündung der Umgebung sowie Schmerz

Therapie

Behandlung wie bei einer Verbrennung + Gabe eines Schmerzmittels. Eine ärztliche Behandlung ist anzuraten.

Tipp

Suchen Sie in der Umgebung Ihrer Wohnung nach solchen Pflanzen und warnen Sie Ihr Kind davor. Besonders unangenehm sind Blasenbildungen am Mund, wenn Kinder den Pflanzenstängel als Blasrohr benutzen solten.

Bildquelle: www.blumeninschwaben.de