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Verbrühungen

Nach einem heißen Sommer ziehen wir uns wieder in unsere Häuser zurück. Draußen scheint die Sonne, aber kalt ist’s halt doch öfter. Eine schöne Zeit um gemütlich drinnen zu sitzen und einen Tee zu trinken.

Gute Idee. Dabei sollte man aber nicht vergessen, dass jetzt die Zeit für Unfälle durch Verbrühungen beginnt. Und da kann schon mit wenigen Änderungen Vorsorge getroffen werden.

  • Keine Tischdecken verwenden. Kinder könnten an einen Zipfel der Decke ziehen und die heißen Getränke fallen vom Tisch und verbrühen sie.
  • Keine Teekannen, sondern Thermoskannen verwenden. Wenn diese fallen ist der heiße Inhalt verschlossen.
  • Vorsicht bei Schwedenöfen, die schnell eine erhebliche Hitze entwickeln können. Also Kleinkinder nie unbeaufsichtigt in der guten Stube lassen.

Und wenn es dennoch zum Verbrühungsunfall kommt, was dann? 

  • “Kühlen” der verbrannten Haut in lauwarmem Wasser (> 20 Grad Celsius) weniger als 10 Minuten!
  • keine Kühlversuche bei Neugeborenen, Säuglingen und Kleinkindern durchführen
  • Keine Salben auf die Wunden. Diese sollten allenfalls steril abgedeckt werden.

In jedem Fall sollte ein Arzt aufgesucht werden, um die Verbrühung/ Verbrennung fachlich zu beurteilen und die weitere Behandlung zu koordinieren.

Reiseapotheke – was sollte in den Urlaub mitgenommen werden?

Bald gehen viel in den Urlaub. Was soll dann ins Gepäck um gegen medizinische Notfälle gewappnet zu sein?

Dauermedikamente

Das wichtigste ist natürlich, Dauermedikamente (z.B. Medikamente gegen die Epilepsie oder bei Asthma) nicht zu vergessen. Der Vorrat sollte mindestens eine Woche länger reichen als der geplante Urlaub. Damit können auch unerwartete Probleme beim Rückflug vermieden werden. Es ist wichtig, Medikamente auf dem Flug im Handgepäck mitzuführen, da das Fluggepäck durchaus um Wochen verspätet oder auch überhaupt nicht ankommen kann!

Notfallmedikamente

  • Arzneimittel gegen Erbrechen wie Vomacur©. Diese sollte immer als Zäpfchen mitgeführt werden, da bei Erbrechen ein Saft oder Tabletten nicht erfolgreich eingenommen werden können. Das gilt sowohl für Kinder und Jugendliche. Aber auch für Erwachsene. Die Anwendung von Vomacur© sollte im Kindesalter nur ein einziges Mal pro Tag erfolgen. Erbricht das Kind dann weiter, ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen.
  • Magen-Darm-Erkrankung. Hier ist es wichtig Elektrolyte (also Körpersalze wie Natrium und Kalium) dem Körper zuzuführen, wenn das schlimmste Erbrechen beendet ist. Das geht gut mit Oralpaedon© – einem Pulver, das mit Wasser zu einer idealen Trinklösung gemischt wird.
  • Schmerz- und Fiebermittel wie Paracetamol (z.B. ben-u-ron©) oder Ibuprofen (z.B. Ibuflam©, Nurofen© oder Dolormin©).
  • Für gefährdete Kinder sind antiallergische Medikamente vielleicht wichtig. Dies gilt für schwere Allergien (Tierhaare, Insektengifte) wie auch für Pollenallergien. Hier ist es sinnvoll vor Reiseantritt das Risiko mit dem behandelnden Kinderarzt auszuloten.
  • Sonnenschutzmittel. Der wichtigste Sonnenschutz bleibt der Schatten, die Mütze und ein T-Shirt. Ansonsten sind je nach Reiseland Sonnenschutzmittel mit etwa SF 30 bei Kindern sinnvoll. Diese müssen mehrfach am Tag großzügig aufgetragen werden. Also genügende Mengen einpacken!
  • Je nach Reiseland sind sog. Repellentien wichtig. z.B. um Zecken abzuhalten (Osteuropa) oder Mücken (Südeuropa) oder gar tropische Erkrankungen.
  • Desinfektionsmittel wie Octenisept© sollten immer mitgeführt werden sowie Verbandsmaterial.

Allgemein

  • Fieberthermometer sind gerade bei kleinen Kindern sinnvoll.
  • Medizinische Dokumente (z.B. Impfpass, Allergie- oder Diabetikerausweis)

Im Einzelfall ist es sinnvoll den Kinder- und Jugendarzt in den nächsten Tagen zu kontaktieren, um individuelle (bei speziellen Krankheiten) oder spezifische (bei speziellen Reiseländern) Fragen vor der Reise in Ruhe zu klären.