Schlagwort-Archiv: Verletzungen

Reiseapotheke – was sollte in den Urlaub mitgenommen werden?

Bald gehen viel in den Urlaub. Was soll dann ins Gepäck um gegen medizinische Notfälle gewappnet zu sein?

Dauermedikamente

Das wichtigste ist natürlich, Dauermedikamente (z.B. Medikamente gegen die Epilepsie oder bei Asthma) nicht zu vergessen. Der Vorrat sollte mindestens eine Woche länger reichen als der geplante Urlaub. Damit können auch unerwartete Probleme beim Rückflug vermieden werden. Es ist wichtig, Medikamente auf dem Flug im Handgepäck mitzuführen, da das Fluggepäck durchaus um Wochen verspätet oder auch überhaupt nicht ankommen kann!

Notfallmedikamente

  • Arzneimittel gegen Erbrechen wie Vomacur©. Diese sollte immer als Zäpfchen mitgeführt werden, da bei Erbrechen ein Saft oder Tabletten nicht erfolgreich eingenommen werden können. Das gilt sowohl für Kinder und Jugendliche. Aber auch für Erwachsene. Die Anwendung von Vomacur© sollte im Kindesalter nur ein einziges Mal pro Tag erfolgen. Erbricht das Kind dann weiter, ist es sinnvoll einen Arzt aufzusuchen.
  • Magen-Darm-Erkrankung. Hier ist es wichtig Elektrolyte (also Körpersalze wie Natrium und Kalium) dem Körper zuzuführen, wenn das schlimmste Erbrechen beendet ist. Das geht gut mit Oralpaedon© – einem Pulver, das mit Wasser zu einer idealen Trinklösung gemischt wird.
  • Schmerz- und Fiebermittel wie Paracetamol (z.B. ben-u-ron©) oder Ibuprofen (z.B. Ibuflam©, Nurofen© oder Dolormin©).
  • Für gefährdete Kinder sind antiallergische Medikamente vielleicht wichtig. Dies gilt für schwere Allergien (Tierhaare, Insektengifte) wie auch für Pollenallergien. Hier ist es sinnvoll vor Reiseantritt das Risiko mit dem behandelnden Kinderarzt auszuloten.
  • Sonnenschutzmittel. Der wichtigste Sonnenschutz bleibt der Schatten, die Mütze und ein T-Shirt. Ansonsten sind je nach Reiseland Sonnenschutzmittel mit etwa SF 30 bei Kindern sinnvoll. Diese müssen mehrfach am Tag großzügig aufgetragen werden. Also genügende Mengen einpacken!
  • Je nach Reiseland sind sog. Repellentien wichtig. z.B. um Zecken abzuhalten (Osteuropa) oder Mücken (Südeuropa) oder gar tropische Erkrankungen.
  • Desinfektionsmittel wie Octenisept© sollten immer mitgeführt werden sowie Verbandsmaterial.

Allgemein

  • Fieberthermometer sind gerade bei kleinen Kindern sinnvoll.
  • Medizinische Dokumente (z.B. Impfpass, Allergie- oder Diabetikerausweis)

Im Einzelfall ist es sinnvoll den Kinder- und Jugendarzt in den nächsten Tagen zu kontaktieren, um individuelle (bei speziellen Krankheiten) oder spezifische (bei speziellen Reiseländern) Fragen vor der Reise in Ruhe zu klären.

Was geht rum? 08. April 2017

Das insgesamt angenehme Wetter sorgte dafür, dass die Kinder in der letzten Woche mehr draußen sein konnten.

Die erste Folge war, dass die Infekte weiter auf dem Rückmarsch sind. Noch immer erkranken jedoch Kinder und Jugendliche aller Altersklassen an Mittelohrentzündung. Daneben sehen wir leichte Racheninfekte und viele unspezifische Infekte mit starken Bauchschmerzen. Zwei Fälle von Scharlach traten auf, ansonsten keine weiteren Kinderkrankheiten.

Die zweite Folge des frühlingshaften Wetters: Häufigere Verletzungen. Die Kinder sind nach einem langen Winter nicht mehr in Übung. Dadurch springen sie manches Mal zu schwungvoll von der Schaukel oder zu ausgelassen auf dem Trampolin. Die Folgen: Schlüsselbeinbrüche (zwei in dieser Woche), einige Bänderzerrungen (Distorsionen) und viele kleinere Blessuren.

Und. Wir haben erste Zecke bei einem Kleinkind entfernt.

In Brasilien sind viele Gelbfiebererkrankungen aufgetreten. Aus diesem Grund haben einige Länder die Einreisebestimmungen geändert. Reisende, die das Glück haben nach Kuba oder auf die Bahamas reisen zu dürfen, sollten sich vorab informieren.